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Ängste bei Kindern sind ganz normal: Trennungsängste, Angst vor Monstern oder die Furcht vor Tieren. Unterstützen können Sie Ihr Kind dabei mit Homöopathie.
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Homöopathie und Bach-Blüten: Natürliche Hilfe gegen Kinderängste

Ängste erkennen und überwinden

Ängste bei Kindern sind ganz normal: Trennungsängste, Angst vor Monstern oder die Furcht vor Tieren. Unterstützen können Sie Ihr Kind dabei mit Homöopathie. 

Expertenrat von 
Dr. Martina Hahn-Hübner, Gesundheits-Expertin, Medizinjournalistin

Hilfe durch Homöopathie und Bach-Blüten

Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Mittel gegen Kinderängste. Mit Großbuchstaben sind die homöopathischen Mittel gekennzeichnet, Bach-Blüten sind in kursiver Schrift

  • konkrete Angst (vor Dunkelheit, Gewitter, bestimmten Tieren): Mimulus
  • unbestimmte Angst (hat Angst und weiß nicht wovor): Aspen
  • Angst, die Ihr Kind nicht zeigen will (beißt die Zähne zusammen, hat aber große Angst): Agrimony
  • Angst äußert sich in körperlichen Beschwerden (Bauchweh, Appetitlosigkeit, Kloß im Hals, theatralisches Hineinsteigern): Ignatia D12
  • Angst, die sich bis zur Hysterie steigertCherry Plum
  • Angst vor Dunkelheit und AlleinseinPhosphorus D12 (will im Mittelpunkt stehen, schläft nicht gerne alleine, schildert ausführlich seine Ängste); Arsenicum album D12 (kleiner Perfektionist, der sich über alles Sorgen macht, wacht typischerweise nach Mitternacht auf und kann nur bei den Eltern wieder einschlafen); Heather (Angst vor dem Alleinsein, braucht besonders viel Zuwendung);
  • Angst vor allem Neuen; Angst, etwas nicht zu schaffen: Lycopodium D12 (nervöses, schüchternes Kind, das möchte, dass Mama oder Papa in der Nähe sind)
  • Angst, dass Vater oder Mutter etwas zustoßen könnte: Red Chestnut
  • Angst beim Arzt, vor SpritzenRescue Remedy
  • Panikanfall, panische Angst: Aconitum D12 oder D30, Rescue Remedy
  • schreckhaftes BabyAspen
  • Trennungsangst (will nicht im Kindergarten bleiben, klammert sich an die Mutter) Red Chestnut, Chicory

Mein Tipp: Erleichtern Sie Ihrem Kind den Start in den Kindergarten mit der Kindergarten-Mischung gegen Trennungsangst: Chicory, Gentian, Honeysuckle, Larch, Mimulus, Red Chestnut und Walnut

 

So wenden Sie die Mittel richtig an

Bach-Blüten: Bei allen akuten Angsterlebnissen geben Sie Rescue Remedy (Mittel für den Notfall, in verschiedenen Zubereitungen erhältlich). Von den Notfall-Tropfen können Sie Ihrem Kind 1 bis 2 Tropfen direkt aus dem Fläschchen in den Mund träufeln (am besten unter die Zunge), oder Sie geben 2 bis 4 Tropfen in ein Glas Leitungswasser, das Ihr Kind schluckweise innerhalb von 5 bis 10 Minuten austrinkt.

Alternativ: Von den Notfall-Globuli erhält Ihr Kind 2 Kügelchen. Wenn nötig, können Sie die Gabe alle 15 Minuten wiederholen. Es gibt inzwischen sogar Notfall-Bonbons, von denen Sie ein Bonbon bei Bedarf geben, wenn nötig, nach 15 Minuten wiederholen. Zur Besserung einer konstitutionell bestehenden Ängstlichkeit lassen Sie sich die entsprechenden Bach-Blüten in der Apotheke in ein Einnahmefläschchen abfüllen.

Dosierung: morgens, mittags, nachmittags und abends je 4 Tropfen auf einem Plastiklöffel, Tropfen für kurze Zeit im Mund behalten. Falls Sie die Bach-Blüten als Globuli geben, gilt folgende Dosierung: Pro Bach-Blüte erhält Ihr Kind 4-mal 1 Kügelchen täglich (nicht mehr als fünf verschiedene Blüten gleichzeitig).

Homöopathische Mittel: Bei akuten Angstsituationen geben Sie Ihrem Kind 3-mal je 5 Globuli (bzw. 1 Tablette) im Abstand von 30 Minuten. Ansonsten verabreichen Sie ihm zwei bis drei Wochen lang 2-mal täglich 5 Globuli (bzw. 1 Tablette). Zeigt sich nach 14 Tagen kein Erfolg, suchen Sie bitte einen Homöopathen auf.

Ihre Hände beruhigen: Massieren Sie die Angst weg

In Angstsituationen oder bei allgemeiner Ängstlichkeit hat sich die Akupressur bestens bewährt. Unter Mamas (oder Papas) schützenden Händen löst sich die Angst einfach auf. Behandeln Sie Ihr Kind bei Bedarf bzw. zur Besserung einer allgemeinen Ängstlichkeit einmal täglich. Die genannten Punkte werden im Uhrzeigersinn jeweils auf beiden Körperseiten stimuliert – drücken Sie dazu wie angegeben mit Ihrer Fingerspitze.

  • Herz 7 (He 7): Lassen Sie Ihr Kind das Handgelenk leicht beugen bzw. beugen Sie seine Hand leicht in Richtung Unterarm. Der Punkt liegt an der Innenseite des Handgelenks – direkt auf der Beugefalte – auf der Seite des kleinen Fingers. Er ist in einer Vertiefung zwischen zwei Sehnen zu finden. Die Behandlung erfolgt durch sanftes Drücken und Kreisen für 30 bis 60 Sekunden.
  • Perikard 6 (Pe 6): Der Punkt befindet sich an der Innenseite des Unterarmes etwa drei Fingerbreiten (Ihres Kindes!) von der Handgelenksbeugefalte entfernt (siehe Abbildung 1). Er ist in der Mitte zwischen zwei Sehnen tastbar. Die Behandlung erfolgt durch leichtes Drücken und Kreisen für 30 bis 60 Sekunden.
  • Magen 36 (Ma 36): Lassen Sie Ihr Kind die Knie beugen bzw. beugen Sie seine Beine. Der Punkt liegt drei Daumenbreiten (entspricht dem Querdurchmesser aller Finger ohne Daumen) unterhalb der Kniescheibe (siehe Abbildung 2), etwa eine Daumenbreite seitlich von der Schienbeinkante zur Außenseite des Beines hin. Die Behandlung erfolgt durch kräftiges, vibrationsartiges Drücken und Kreisen für 30 bis 60 Sekunden. Unterstützend können Sie folgende Körperregionen (beidseitig) etwa 30 Sekunden lang leicht massieren:
  • Stirn: Streichen Sie mit Ihrem Daumen sanft von der Nasenwurzel (zwischen den Augenbrauen) in Richtung Haaransatz.
  • Ohren: Fassen Sie das Ohr Ihres Kindes oben mit Daumen und Zeigefinger und ziehen Sie die Ohrspitze leicht nach oben. Dann nehmen Sie das Ohrläppchen und ziehen es leicht nach unten. Auch durch gezieltes Handauflegen (Jin Shin Jyutsu) können Sie Ihr Kind bei Ängsten deutlich beruhigen.
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