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Mutter mit kleiner Tochter betrachten Pflanzen durch eine Lupe
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Einfache Experimente für kleine Entdecker (ab 3 Jahren)

Wissenschaft für Kinder

Kleine Entdecker kommen mit diesen einfachen Experimenten voll auf Ihre Kosten. Experimentieren, Versuchen und Forschen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind! 

Expertenrat von 
Dr. Martina Hahn-Hübner, Gesundheits-Expertin, Medizinjournalistin

Auch wenn die Experimente für Kinder einfach und ungefährlich sind, sollten Sie die Versuche immer mit Ihrem Kind zusammen machen! Manches, wie die Kiefernzapfen-Wetterstation, erfordert etwas Vorbereitung, bei der Sie in jedem Fall helfen müssen oder die Sie gar selbst übernehmen sollten.

Optisches Experiment für den kleinen Entdecker

Das brauchen Sie: 1 Lupe

So geht’s: Geben Sie Ihrem Kind eine Lupe in die Hand und lassen Sie es verschiedene Gegenstände in der Wohnung genau betrachten. Es wird fasziniert sein, was ein einfacher Klettverschluss für Geheimnisse birgt oder wie interessant verschiedene Schuhsohlen nun plötzlich aussehen. Sehr gut geeignet für kleine Forscher ist auch die freie Natur. Machen Sie einen Waldspaziergang und sehen Sie sich die Rinde unterschiedlicher Bäume genau an. Oder lassen Sie Ihr Kind auf dem Waldboden auf Entdeckungsreise gehen. Was gibt es da zwischen Baumwurzeln, Moos und Laub alles zu entdecken? 

Mein Tipp: Forschen im Wald

Mein Tipp: Nehmen Sie zum Waldspaziergang ein Bestimmungsbuch mit, damit Sie gemeinsam nachschlagen können, welchen Baum oder welches Insekt Ihr Kind gerade betrachtet hat. Gut geeignet ist z. B. „Der Tier- und Pflanzenführer für unterwegs“ von W. Eisenreich und anderen (BLV 2003; 560 Seiten; 12, 95 €).

Experimentieren mit Gewicht: Das Wiegespiel

Das brauchen Sie: unterschiedliche Spielsachen aus dem Kinderzimmer oder verschiedene Gegenstände aus der Küche, Küchenwaage (nicht digital, sondern mit Zeiger oder altes Modell mit verschiebbarem Gewicht)

So geht’s: Legen Sie die verschiedenen Gegenstände nebeneinander auf den Tisch und lassen Sie Ihr Kind einen Tipp abgeben: Was wird wohl am schwersten sein, was am leichtesten? Ermuntern Sie es dann, alle Dinge selbst in die Hand zu nehmen und zu probieren, wie schwer sie sind. Ist Ihr Kind fünf Jahre oder älter, können Sie es bitten, die Gegenstände nach seiner Abschätzung so in eine Reihe zu legen, dass sie der vermuteten Schwere nach geordnet sind. Dann wiegt Ihr Kind die einzelnen Gegenstände ab und prüft nach, ob es Recht gehabt hat.

Überlegen Sie zusammen: Hat Ihr Kind richtig getippt? Sind die größten Dinge immer auch die schwersten? Wo hat es sich getäuscht und warum?

Für kleine Wetterforscher: Die Kiefernzapfen-Wetterstation

Das brauchen Sie: 1 trockenen Kiefernzapfen, 1 kleines Holzbrettchen, 1 dünnen Karton Klebstoff oder Heißklebepistole, 1 Stecknadel, 1 Trinkhalm

So geht’s: Kleben Sie den Zapfen auf das Holzbrettchen. Schneiden Sie den Karton so zu, dass er so breit wie das Brettchen ist. Knicken Sie einen etwa 2 Zentimeter breiten Steg um, mit dem Sie den Karton auf dem Brettchen festkleben können. Stechen Sie nun eine Stecknadel in eine der mittleren Schuppen des Zapfens und stecken Sie darauf den Trinkhalm (siehe Abbildung). Stellen Sie die Wetterstation an einen regengeschützten Platz ins Freie. Ihr Kind kann nun beobachten, wie sich je nach Wetterlage der Trinkhalm – als Zeiger – bewegt. Zeichnen Sie auf der Kartonrückwand eine Skala ein: Beobachten Sie gemeinsam, wo der Zeiger bei Regen steht und beschriften Sie dieses Ende Ihrer Skala mit „feucht“. Beschriften Sie entsprechend die andere Seite der Skala mit „trocken“.

Erklärung für wissbegierige Kinder: Bei Feuchtigkeit schließt sich der Kiefernzapfen, um die Samen vor Nässe zu schützen. Die Außenseite der Schuppen nimmt die Luftfeuchtigkeit auf, quillt und verzieht sich, wodurch sich der Zapfen schließt. Bei schönem Wetter und geringer Luftfeuchtigkeit öffnen sich die Schuppen wieder.

Experimentieren Sie mit Ihrem Kind: Was schwimmt?

Das brauchen Sie: verschiedene Gegenstände aus unterschiedlichem Material, Badewanne oder eine mit Wasser gefüllte große Schüssel

So geht’s: Am meisten Spaß macht dieses Experiment natürlich in der Badewanne. Legen Sie Ihrem Kind verschiedene Gegenstände wie z. B. einen Tischtennisball, ein Stück Seife, einen Kochlöffel aus Holz, ein Plastikschiff, einen Schwamm, ein Spielzeugauto aus Metall, ein Blatt Papier und einen Schöpflöffel aus Metall bereit – am besten übersichtlich aufgebaut am Badewannenrand. Ist Ihr Kind schon fünf oder sechs Jahre alt, lassen Sie es zuerst für jeden Gegenstand einen Tipp abgeben, ob er schwimmt oder untergeht. Dann kann Ihr Kind ausprobieren, ob es Recht gehabt hat.

Überlegen Sie zusammen: Warum schwimmen einige Dinge, andere aber gehen unter? Und was ist mit dem Blatt Papier oder dem Schwamm, die sich anfangs über Wasser halten, irgendwann aber doch untergehen?

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