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Schnappschüsse für die Ewigkeit und die Entwicklung: Familienfotos tun Kindern gut

Der Einfluss von Familienfotos auf Kinder

Ein Schnappschuss beim Spielen im Garten, ein Familienfoto an Heiligabend oder eine Aufnahme des Kindes am ersten Schultag – viele Eltern sind es mittlerweile gewohnt, die Kamera oder das Smartphone zu zücken, um besondere Momente für die Ewigkeit festzuhalten. Und das ist auch gut so, wie verschiedene Forschungsergebnisse beweisen. Aber warum sind Familienfotos eigentlich so gut für die Entwicklung des eigenen Nachwuchses und welche Möglichkeiten gibt es, damit die geliebten Aufnahmen nicht am Handy oder in einer Schublade in Vergessenheit geraten? 

Familienbilder beflügeln Zugehörigkeitsgefühl und Selbstbewusstsein

Eine der wichtigsten Studien, die in diesem Zusammenhang entstanden ist, ist die sogenannte Murfreesboro Study aus dem Jahre 1975. Hierfür wurden 10-Jährige mit wenig Selbstbewusstsein für ein fünfwöchiges Experiment ausgewählt. Die Gruppe wurde zunächst gesplittet: Ein Teil davon bekam Polaroid-Kameras und verschiedene Aufgaben, um Posen oder Emotionen festzuhalten oder verschiedene Bildkompositionen auszuprobieren. Die zweite Gruppe verbrachte die Zeitspanne ohne die Fotografie. Am Ende des Experiments stellte sich heraus, dass sich das Selbstbewusstsein jener Kinder mit den Kameras um 37 Prozent gesteigert hatte – nur aufgrund des Sich-Befassens mit sich selbst und des Betrachtens eigener Fotos.

Von Familienbildern geht aber noch eine weitere Kraft aus: Fotos, die uns mit anderen Personen zeigen, schaffen eine Verbindung. Wir fühlen uns einer Gruppe, Familie oder einem Freundeskreis zugehörig. Speziell Kindern helfen Familienfotos beim Prozess der Sozialisation, also dem Entwickeln der eigenen Persönlichkeit, aber auch beim Interagieren mit der Umwelt und mit Mitmenschen. Außerdem fühlen sich Kinder geliebt und angenommen, dekorieren Eltern zum Beispiel das Haus mit Familienfotos.

In Summe heißt dies also: Familienfotos können sich nicht nur positiv auf die Entwicklung des Selbstbewusstseins der Kinder auswirken, sondern auch ein Zugehörigkeitsgefühl schaffen und bei der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit helfen. Sie vermitteln den Kindern auch, dass die Familie ein Ort der Harmonie ist. Außerdem lassen sich Familienfotos hervorragend in die Einrichtung integrieren, sodass sich die ganze Familie lange daran erfreuen kann.

Familienmomente festhalten: Mit Dekoration arbeiten

Umso wichtiger ist es daher, schöne Familienmomente für die Ewigkeit festzuhalten. Und hierfür gibt es mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten. So finden besondere Aufnahmen etwa Platz an den Wänden, auf Kommoden oder auf Alltagsgegenständen. Im Folgenden stellen wir ein paar Möglichkeiten vor.

DIY-Foto-Blumen zum Muttertag

Mütter leisten Außergewöhnliches. Und daher haben sie sich seit Jahren einen ganz besonderen Ehrentag am 8. Mai verdient.  Doch damit einhergeht bei allen Beteiligten auch die Frage: Über welches Geschenk könnte sich die Mutter freuen? Eines ist gewiss: Mütter lieben Blumen. Was liegt da also näher, als die Mama mit einem selbst gebastelten Foto-Blumenstrauß zu überraschen? Der Clou daran sind die liebevoll ausgewählten Bilder der Kinder oder Enkelkinder. Auch der Nachwuchs kann beim Basteln mithelfen. Nutzen Sie hierfür einfach eine Blumenvorlage Ihrer Wahl und drucken Sie diese aus. Anschließend kreieren Sie mit Fotos, Schere, Klebeband, Klammern, Stiften und verschiedenfarbigem Bastelpapier einen Strauß aus Blumen, der niemals verwelkt.

Persönlicher Vintage-Foto-Ast

Die Speicherkarte Ihrer Digitalkamera oder Ihr Smartphone beherbergen unzählige schöne Fotos, die nur darauf warten, Ihr Zuhause zu verzieren? Dann ist ein persönlicher Vintage-Foto-Ast eine weitere tolle Idee. Alles, was Sie dafür brauchen, sind ein echter oder künstlicher Ast, eine Schnur, Lineal, Bleistift, Schere, Kleber und tolle Fotos, zum Beispiel vom letzten Osterfest. Bereiten Sie zunächst die Foto-Bahnen vor – zum Beispiel drei verschiedene Bahnen, die später vom Ast baumeln dürfen. Drehen Sie hierfür die Fotos um und eruieren Sie mit dem Lineal jeweils die horizontale Mitte, damit Sie die Schnur exakt in der Mitte darauf kleben können. Kleben Sie zum Beispiel pro Bahn drei Fotos untereinander auf die Schnur mit einem Abstand von jeweils zwei bis drei Zentimetern. Lassen Sie oben einiges an Schnur übrig – diese wickeln Sie nun um den Ast und befestigen die Schnur sicher mit zwei Knoten.

Selbst gebastelte Bilderrahmen für Fotos

Vorgefertigte Standard-Bilderrahmen im Laden kaufen kann jeder – wie wäre es aber, diese individuell aufzuhübschen, um so ganz besondere Rahmen zu erhalten, die sonst keiner hat? Mit Farbstiften, Stickern oder Naturmaterialien wie getrockneten Blättern, Samen oder Kieselsteinen lassen sich im Handumdrehen individuelle Kunstwerke schaffen. Hierbei dürfen auch die Kinder mithelfen. Sie werden viel Freude am Gestalten haben und anschließend stolz sein, etwas geschaffen zu haben, das sie nun jeden Tag bestaunen können.

Fazit: Familienfotos fördern die Entwicklung Ihrer Kinder

Kinder brauchen Geborgenheit und Beständigkeit, um sich im Leben zurechtzufinden. Und genau diese Werte vermitteln Familienfotos, die an einer Wand prangen oder an einem anderen schönen Ort in der Wohnung dauerhaft zu sehen sind. Die Bilder zeigen ihnen, dass die Familie zusammenhält und immer für sie da ist.

Der eigenen Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Feste, Feiertage und Urlaube bieten sich besonders gut für kreative Foto-Arrangements an. Erstellen Sie gemeinsam mit Ihren Kindern eine Fotowand vergangener Glücksmomente oder kreieren Sie Einladungen für kommende Feierlichkeiten – ob für eine Geburtstagsparty, ein Jubiläum oder ein Gartenfest.

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