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Werdende Eltern haben in den Wochen vor der Geburt viel zu tun. Eines nimmt dabei besonders viel Zeit in Anspruch: die Suche nach dem passenden Kinderwagen.
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Kinderwagen: Vor dem Kauf unbedingt vergleichen

Kinderwagen im Test

Werdende Eltern haben in den Wochen vor der Geburt viel zu tun. Untersuchungen beim Arzt, einen Namen finden und sich um die Erstausstattung kümmern, sind nur einige Punkte der To-Do-Liste. Einer nimmt dabei besonders viel Zeit in Anspruch: die Suche nach dem passenden Kinderwagen. 

Expertenrat von 

Welcher Kinderwagen soll es sein?

Die Auswahl ist riesig, die Preisspanne groß. Wer ein Modell möchte, dass die eigenen Anforderungen erfüllt, muss vergleichen. Eine gute Quelle sind Tests in Zeitschriften und im Internet, die Kinderwagen und Zubehör in allen Variationen untersuchen.

Zunächst gilt es sich zu entscheiden, welche Art von Kinderwagen angeschafft werden soll. Ein klassischer Kinderwagen und zusätzlich eine Babyschale für das Auto eignen sich für das erste halbe Jahr, doch schon bald will der Nachwuchs nicht mit im Kinderwagen liegen, sondern sitzen. Dann muss ein Sportwagen her, der in der Regel bis zum Kindergarten-Alter genutzt werden kann. Sein Nachteil: die Größe. Also wird auch noch ein Buggy für das Auto benötigt. Addiert man alle Kosten, ergibt sich eine große finanzielle Belastung.

Die Lösung: Ein Kombi-Kinderwagen, der tragbaren Aufsatz für die ersten Monate und Sportwagen vereint. Er kostet zwar mehr als ein normales Modell, doch die Investition lohnt sich, denn es wird die einzige dieser Art sein bis zum Kindergarten. Einige Kombi-Kinderwagen haben sogar eine Babyschale, die mit der passenden Halterung im Auto befestigt werden kann.

Die “Stiftung Warentest” hat im vergangenen Jahr Kombi-Kinderwagen unter die Lupe genommen, die für Kinder bis dreieinhalb Jahre geeignet sind. Der günstigste kostete 299 Euro, der teuerste 1.080 Euro - ein riesiger Unterschied. Dabei wurden verschiedene Kriterien beurteilt, etwa die Handhabung, Sicherheit und Schadstoffbelastung. Das verheerende Ergebnis: 4x mangelhaft und nur 3x gut. Einen sehr guten Kombi-Kinderwagen hingegen fanden die Tester nicht.

Es muss kein 1.000-Euro-Modell sein

Der Testsieger war besonders leicht zu handhaben und hatte eine lange Tragetasche, die für Babys bis sieben Monate ausreicht. Zudem gibt es einen Regen- und Sonnenschutz und der Kinderwagen lässt sich gut auf verschiedenen Untergründen schieben. Abstriche gab es bei der Sicherheit, denn das Modell ist dunkel und dadurch am Abend und in der Nacht nicht gut sichtbar. Kostenfaktor: 1.000 Euro. 400 Euro günstiger und nur geringfügig schlechter war der zweitplatzierte Kinderwagen. Hier wurde vor allem das Gurtsystem gelobt. Leider kann der Winkel des Sitzes nicht verändert werden, was zu Abzügen beim Komfort führte.

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Einige Modelle wurden unter anderem deswegen als mangelhaft eingestuft, weil in den Griffen Schadstoffe nachgewiesen wurden. Weil sich die Kinder aber daran festhalten oder gar daran lutschen, wodurch sich etwa Weichmacher lösen, können diese Kinderwagen keinesfalls empfohlen werden. Wer vor dem Kauf einen Wagen testet, kann zwar feststellen, ob er sich leicht schieben und problemlos zusammenklappen lässt, aber beim Thema Schadstoffe kommt man am Lesen von solchen Testberichten nicht vorbei.

Sitzkomfort nicht vernachlässigen

Auch Buggys werden regelmäßig getestet, von der “Stiftung Warentest” zuletzt im April 2018. Hier gab es ebenfalls Gewinner und Verlierer. Wirklich komfortabel war kein Modell - mehr als die Note “befriedigend” wurde bei diesem Kriterium nicht vergeben, weil die Rückenlehne oft kein bequemes Sitzen zulässt. Einige Hersteller haben nachgebessert und Kritikpunkte der vergangenen Tests beseitigt. So gab es nun weniger Quetschstellen für die kleinen Finger der Kinder oder lockere Schrauben. Optimierungsbedarf gibt es allerdings weiterhin, denn auch einige Buggys waren nicht frei von Schadstoffen.

Auf der Suche nach einem Kinderwagen gibt es also einiges zu beachten: Eine einfache Bedienung, bequemes Liegen oder Sitzen, maximale Verstellbarkeit, eine geräumige Tragetasche und große, gefederte Luftreifen sind nur einige Dinge, die in Betracht gezogen werden sollten. Wer sich bei der Auswahl Zeit nimmt, die verschiedenen Modelle miteinander vergleicht und den ein oder anderen Testbericht liest, wird aber sicherlich den passenden Kinderwagen finden.

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