Kommentare:
Konzentration bei Pubertierenden steigern
© contrastwerkstatt - Fotolia.com

Denkblockaden: Wie sie entstehen und was Ihr Kind in der Pubertät dagegen tun kann!

Sicher erinnern Sie sich selbst noch an das ungute Gefühl in der Magengegend, mit dem auch heute viele Schüler vor einer Klassenarbeit, einer mündlichen Abfrage oder einer anderen Prüfung zu kämpfen haben. Entwickelt sich daraus jedoch echte Panik, die zu Denkblockaden und Blackouts führt, benötigt Ihr Kind Unterstützung um seine Konzentration zu aktivieren. Wie diese Hilfe aussieht, erfahren Sie hier. 

Expertenrat von 

Es gibt Situationen, in denen es wichtig ist, dass spontan reagiert wird. Rast Ihnen zum Beispiel auf dem Bürgersteig ein Fahrradfahrer entgegen, spannen sich Ihre Muskeln an und Sie springen schnell zur Seite. Würden Sie stattdessen erst über mögliche Handlungsalternativen nachdenken, wäre es vermutlich zu spät. Je größer die Angst in einem solchen Moment ist, umso stärker wird auch das Denken blockiert. Verantwortlich dafür ist das Hormon Adrenalin. In Stress-Situationen produziert der Körper das Hormon und schickt es ins Gehirn. Dort blockiert es die Verbindungen zwischen den Nervenzellen und verhindert so das Denken. Diese körperliche Reaktion ist bei Prüfungen natürlich besonders lästig, denn eine Prüfung ist zwar keine lebensbedrohliche Gefahr, wohl aber eine Situation, in der Ihr Kind einen klaren Kopf braucht.

Tipp: Körperreaktionen bewusst wahrnehmen

Der Körper signalisiert Ihrem Kind in Prüfungssituationen Angst. Damit die Angst nicht schlimmer wird und die damit verbundenen körperlichen Reaktionen nicht heftiger werden, sollte Ihr Kind diese Stressreaktionen nicht ignorieren. Besser ist es, wenn es die Bauchschmerzen vor der Englischarbeit bewusst wahrnimmt und einfach akzeptiert. Dabei kann Ihr Kind sich entspannt auf seinem Stuhl zurücklehnen, ruhig ein und ausatmen sowie seinen Körper von oben nach unten durchchecken. Wie fühlt sich mein Kopf, mein Nacken, mein Bauch, meine Knie etc. an? Dadurch, dass Ihr Kind die unangenehmen Gefühle nicht verdrängt, werden sie zumindest nicht stärker. Meist verschwinden sie auch bald ganz wieder.

Geben Sie Ihrem Kind Sicherheit und stärken Sie sein Selbstvertrauen und somit die Konzentration!

Wenn die Angst kommt, fehlt meist beides: die Gewissheit, die bevorstehende Prüfung sicher meistern zu können, und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Sofern Ihr Sprössling kooperationsbereit ist, können Sie es nun aber gut unterstützen: einerseits, indem Sie es dabei unterstützen, fachlich sicher zu werden, und andererseits, indem Sie es immer wieder ermutigen und ihm seine Stärken aufzeigen. So können Sie helfen:

  • Rechtzeitig beginnen. Besprechen Sie mit Ihrem Kind, wann es frühzeitig mit dem Lernen beginnen sollte. Machen Sie hier am besten keine strengen Vorgaben, sondern lassen Sie Ihr Kind entscheiden.
  • Überblick verschaffen. Welche Themen und Inhalte muss ich für die Arbeit lernen? Welche weiteren Grundlagen dafür sollte ich noch einmal zusätzlich wiederholen? Welche Materialien, Arbeitsblätter etc. fehlen mir noch? Diese Fragen sollte Ihr Kind unbedingt beantworten können, damit es sicher ist, nichts vergessen zu haben.
  • Inhaltliche Fragen klären. Ebenfalls rechtzeitig vor der Arbeit sollte Ihr Kind auch sagen können, was es inhaltlich noch nicht verstanden hat. Oft lernen Schüler bis zum Schluss das, was sie schon können, und vermeiden es, sich mit den komplizierteren Inhalten zu beschäftigen. Um eine spätere Panik zu vermeiden, sollte Ihr Kind den umgekehrten Weg gehen.
  • Üben und wiederholen. Vor allem den anfänglich unsicheren Lernstoff sollte Ihr Kind ausreichend oft trainieren. Häufiges Üben und ständiges Wiederholen vertiefen und festigen das Wissen und erhöhen das Arbeitstempo. Beides gibt Ihrem Kind Sicherheit.

 

Diesen Artikel weiterlesen?
mehr erfahren...

Unser kleines "Notfallprogramm" kann Ihrem Kind bei und zur Vorbeugung von Blackout helfen. Als Abonnent des "Pubertäts-Überlebensbriefs" können Sie es hiertelle exklusiv abrufen.

Diesen Artikel freischalten

Dies ist ein Premium-Inhalt auf Elternwissen.com, der nur Abonnenten unserer monatlichen Eltern-Ratgeber angezeigt wird.

Wenn Sie diesen Artikel weiterlesen möchten, können Sie hier ein 30-tägiges Test-Abonnement abschließen.

Bitte wählen Sie Ihr Wunsch-Produkt aus:

Sie sind bereits Premium-Mitglied?

Geben Sie hier Ihren Benutzernamen und Passwort ein:

Mehr zum Thema von unseren Elternwissen-Experten
Kommentare zu "Denkblockaden: Wie sie entstehen und was Ihr Kind in der Pubertät dagegen tun kann!"
Sagen Sie Ihre Meinung und schreiben Sie einen Kommentar!




Warum stellen wir so dumme Fragen?
Hinweis: aus rechtlichen Gründen erscheint Ihr Kommentar nicht sofort, sondern muss zuerst durch einen Moderator freigeschaltet werden. Datenschutz-Hinweis
Spamschutz

Der Grund, weshalb wir Sie nach der Geburt fragen, ist die Vermeidung von Spam durch automatisierte Spam-Bots.

Solche Spam-Bots versuchen durch massenhafte Einträge von Links in Kommentarfeldern und Gästebüchern Traffic für ihre Angebote zu erzeugen. Daher stellen wir einfache Fragen, die ein echter Nutzer ohne Probleme beantworten kann, während automatisierte Spam-Bots daran meist scheitern (Captcha-Test).

Eine Alternative zu solchen individuellen Fragen sind Bild-Captchas, bei denen verzerrt dargestellte Buchstaben oder Zahlen abgetippt werden müssen. Aufgrund des erhöhten "Nerv-Faktors" dieser Bild-Captchas haben wir uns für aber für erstere Variante entschieden.

Kostenlose Tipps zum Thema "Konzentration und ADHS" per E-Mail

Sollen wir Sie mit neuen Tipps und Artikeln zum Thema "Konzentration und ADHS" kostenlos per E-Mail auf dem Laufenden halten?