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Konzentration bei Pubertierenden steigern
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Denkblockaden: Wie sie entstehen und was Ihr Kind in der Pubertät dagegen tun kann!

Sicher erinnern Sie sich selbst noch an das ungute Gefühl in der Magengegend, mit dem auch heute viele Schüler vor einer Klassenarbeit, einer mündlichen Abfrage oder einer anderen Prüfung zu kämpfen haben. Entwickelt sich daraus jedoch echte Panik, die zu Denkblockaden und Blackouts führt, benötigt Ihr Kind Unterstützung um seine Konzentration zu aktivieren. Wie diese Hilfe aussieht, erfahren Sie hier. 

Expertenrat von 

Konzentration: Rituale geben Sicherheit

Rituale helfen, schwierige Situationen zu meistern. Einschlafrituale, wie zum Beispiel ein Lied singen, vorlesen etc. erleichtern kleinen Kindern, die nötige Ruhe vor der Nacht zu finden. Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem heranwachsenden Kind, welche Rituale ihm Sicherheit für eine bevorstehende Prüfung geben können. So könnte Ihr Kind zum Beispiel am Abend vor der Prüfung immer ein Entspannungsbad nehmen, am Morgen seinen Lieblingspulli anziehen und das immer gleiche Power-Müsli essen. Auch das Verhalten vor und während einer Prüfung kann Ihr Kind ritualisieren. So wäre es zum Beispiel gut, wenn es unmittelbar vor einer Klassenarbeit nicht mehr mit Klassenkameraden über deren Inhalte redet und sich stattdessen in der Pause an einem geeigneten Ort entspannt. Während der Arbeit sollte Ihr Kind regelmäßig ein oder zwei Pausen einlegen, in denen es vielleicht immer einen Apfel isst oder jedes Mal eine Saftschorle trinkt. Solche oder ähnliche Ritual geben Ihrem Kind Sicherheit, weil es dann genau weiß, wie es sich in kritischen Momenten verhalten kann.

Positive Gedanken stärken das Selbstbewusstsein

Zusätzlich kann sich Ihr Kind beruhigen, indem es die Panik auslösenden negativen Gedanken durch stärkende positive Gedanken ersetzt. Das setzt etwas Übung und Vorbereitung voraus. Ihr Kind sollte sich bereits längere Zeit vor der Prüfung überlegen, wann und wo es schöne und gute Erfahrungen gemacht hat, an die es sich gerne erinnert, zum Beispiel beim Sport, mit der Musikband und natürlich auch in der Schule. Diese Erfahrungen, aber auch die Erinnerung daran, tragen dazu bei, dass sich Ihr Kind gut fühlt, und stärken so sein Selbstbewusstsein. Gerade weil schlechte Erfahrungen sich oft fester in das Gedächtnis graben als gute, ist es wichtig, dass Ihr Kind sich möglichst oft an diese positiven Erlebnisse erinnert. Damit Ihr Kind diese positiven Gedanken nun in Stress-Situationen abrufen kann, sollte es sich zunächst in entspanntem Zustand (z. B. in einem gemütlichen Sessel) möglichst genau an eine solche ausgewählte Situation erinnern. Ihr Kind sollte versuchen, in seiner Vorstellung alles so echt wie möglich wiederzuerleben, sich also genau in sein Gedächtnis rufen, was es in dieser Situation gehört, gesehen und wie es sich gefühlt hat. Ihr Kind kann diesen positiven Erfahrungen ein Geheimwort geben. Mit etwas Übung befindet sich Ihr Kind dann wieder mitten in dieser angenehmen Erfahrung, wenn es sich bewusst an das Geheimwort erinnert. Unmittelbar vor oder bei aufkommender Panik während einer Klassenarbeit kann das eine Hilfe sein.

Tipp: Der Mutmacher-Satz

Auch ein persönlicher Mutmacher-Satz kann Ihrem Kind helfen, negative Gedanken beiseite zu schieben und durch positive zu ersetzen. Dazu sollte es zunächst einen solchen Mutmacher-Satz selbst formulieren und auf eine Karte schreiben. Wichtig ist, dass Ihr Kind dabei richtig formuliert, also das aufschreibt, was es möchte, und auf keinen Fall das, was es nicht möchte, zum Beispiel:

 

„Ich bin locker und entspannt und kann mich in der Klassenarbeit gut konzentrieren!“

 

Vor der Arbeit sollte sich Ihr Kind diesen Satz mehrmals laut oder leise vorlesen – das gibt ihm Ruhe und Kraft, die bevorstehende Herausforderung zu meistern.

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