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Wege der Informationsbeschaffung. Kind in grünem Hemd sucht mit großer Lupe vor seinem Gesicht.
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Diese Wege der Informationsbeschaffung sollte Ihr Kind beherrschen

Neue Medien und E-Learning

Viele Jugendliche kennen keinen anderen Weg der Informationsbeschaffung, als bei Wikipedia oder Facebook nachzulesen. Für Schule, Ausbildung & Co. reicht das aber nicht aus. Ihr Kind sollte daher auch andere Wege kennen. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Wo sind welche Informationen zu finden?

Wenn Robin ein Referat halten muss, informiert er sich immer zuerst mal im Internet über das Thema. Er weiß, dass er Texte nicht einfach abschreiben darf. Und er weiß auch, dass die Informationen bei Wikipedia nicht unbedingt stimmen müssen. Deshalb macht er sich eine Liste mit Stichpunkten und überprüft die einzelnen Fakten durch andere Quellen. Robin möchte ein gutes Referat abgeben, dies allerdings mit so wenig Aufwand wie möglich erledigen. Er geht für sein Referat in Geschichte zum Thema „Reformation“ wie folgt vor.

Vor der Recherche kommt die Fragestellung

Zunächst überlegt Robin sich, welche Fragen er in seinem Referat behandeln möchte. Diese Fragen bringt er in eine logische Reihenfolge, sodass seine Zuhörer die Entwicklung der Reformation gut verstehen können. Dann beginnt er mit der Suche nach Informationen und Fakten. Er beginnt im Internet und liest sich bei Wikipedia die ersten Absätze durch. Danach ergänzt er seine Fragen um zwei Punkte, die ihm noch wichtig erscheinen. Nun hat er seine Gliederung schon fertig und sucht nach anderen Quellen, mit denen er die Informationen absichern kann.

Diese Möglichkeiten der Informationsbeschaffung sollten Teenager kennen

Verschiedene Wege der Informationsbeschaffung

Die Kombination der Informationsquellen ist eine Schlüsselkompetenz

Durch das Internet und die Flut der unterschiedlichsten Informationen entstand in den letzten Jahrzehnten ein rasanter Wandel. Heute sind Informationen blitzschnell und in großer Menge für jeden verfügbar. Für Jugendliche ist das zwar eine große Chance, birgt aber auch Gefahren. Diese Probleme können durch die Informationsflut entstehen:

  • Schülerinnen und Schüler müssen eine Suchstrategie entwickeln, um schnell ans Ziel zu gelangen. Lösung: z.B. Startseite festlegen (www.helles-koepfchen.de)
  • Die Teenager müssen zwischen echten und unvollständigen oder Fake News unterscheiden können. Lösung: z.B. immer gegenprüfen
  • Ihnen droht, von der Informationsflut überrollt zu werden. Sie sind unsicher und ratlos.
    Lösung: z.B. Ansprechperson kennen
  • Die Jugendlichen verlieren sich in der Informationsflut, sie bekommen ein Zeitproblem.
    Lösung: z.B. für Erstrecherche 20 Minuten festlegen

In der Orientierungsphase werden die Fakten gesammelt,
dann zusammengeführt

Durch die Grobinformationen aus Schulbüchern, Enzyklopädien oder dem Internet erstellt Robin die Struktur seines Referates. Einzelne Punkte vertieft er, indem er sich Fachzeitschriften und -bücher durchliest. Dabei achtet er darauf, dass alle ausgewählten Quellen aktuell sind. Das erkennt er am Erscheinungsjahr. Nun „baut“ Robin sein Referat zusammen. In der Einleitung erklärt er, was die Reformation ist, im Hauptteil beleuchtet er die verschiedenen Aspekte der damaligen Zeit und am Schluss gibt er einen Ausblick auf die folgenden Ereignisse. Abschließend führt er seine Quellen auf.

Geschichtliches Wissen oder aktuelle Informationen?

Je nach dem Inhalt des Referats kommen zur Informationsbeschaffung unterschiedliche Quellen infrage. Geht es um geschichtliches Wissen, wie beispielsweise die Reformation, ist Aktualität nicht so wichtig. Um dieses Thema darzustellen, können auch ältere Bücher oder Lexika verwendet werden. Wird ein aktuelles Thema gewählt, beispielsweise die Wahl des amerikanischen Präsidenten, müssen auch die Quellen sehr aktuell sein. Hier bieten sich wissenschaftliche Magazine, Tageszeitungen, Dokumentationen und Expertenmeinungen an.

Mein Tipp:
Aktuelles Lexikon im Bücherregal

Setzen Sie nicht nur aufs Internet, sondern bieten Sie als Informationsgrundlage (auch) ein gutes Lexikon an. Das hat viele Vorteile. Ihr Kind hat eine gesicherte Quelle, es übt die alphabetische Suche und trainiert das Textverständnis.

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