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Rechenschwäche: So findet Ihr Kind Zugang zur Mathematik

Ihr Kind sitzt am Schreibtisch und starrt verzweifelt auf seine Mathe-Hausaufgaben. Es soll 20 zweistellige Aufgaben der Kategorie von 18 + 3 oder 64 – 5 ausrechnen, doch es braucht sehr lange dafür? Solch ein Verhalten lässt stark auf eine Rechenschwäche schließen. Lesen Sie hier, wie Sie Sicherheit erhalten und welche Methoden Ihrem Kind helfen. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

So erkennen Sie eine Rechenschwäche bei Ihrem Kind

Obwohl Ihnen nur ein anerkanntes Testverfahren absolute Sicherheit geben kann, gibt es viele Anhaltspunkte, die Eltern oder Lehrer aufmerksam machen sollten. Bei den folgenden beispielhaften Verhaltensweisen Ihres Kindes ist es sinnvoll, ein Testverfahren einzuleiten, um Sicherheit über das Vorliegen einer Dyskalkulie zu bekommen.

Zum Beispiel:

  • Ihr Kind zählt bei jeder Aufgabe, anstatt leichtere und schnellere Zugangswege zu benutzen.
  • Ihr Kind lernt Aufgaben auswendig, was auch dazu führt, dass das Gedächtnis stark überlastet wird.
  • Ihr Kind verzählt sich oft um eins, zum Beispiel bei Brettspielen wie „Mensch ärgere dich nicht“.
  • Ihr Kind wendet Tricks mechanisch an, ohne sie zu verstehen, z. B. „Immer wenn du mit 10 multiplizierst, bekommt das Ergebnis eine 0 ans Ende“.
  • Auf einem Zahlenstrahl können die Werte nicht richtig zugeordnet werden.
  • Platzhalter-Aufgaben (12 – ? = 8) erscheinen Ihrem Kind unlösbar.
  • Ihr Kind erkennt die Punktzahl auf einem Würfel nicht, sondern zählt sie jedes Mal neu.
  • Zehner und Einer werden beim Schreiben vertauscht, Ihr Kind schreibt 63 statt 36.

Zahlenverständnis bei Dyskalkulie

Die betroffenen Kinder gehen mit den Zahlen wie mit Buchstaben um. Sie ordnen ihnen keine Menge zu. Daher können sie größer und kleiner nicht erkennen, bilden keine Hälfte oder das Doppelte und verstehen das Prinzip der Bündelung nicht.

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