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Jugendliche loslassen
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Freiraum geben und trotzdem präsent bleiben

Viele Eltern hadern mit der Vorstellung, ihr Kind irgendwann „loslassen“ zu müssen. Sie verbinden damit oft Abschied und Verlust. Dabei geht es beim Loslassen weniger darum, den Kontakt einzuschränken, sondern vielmehr darum eine Beziehung auf Augenhöhe entstehen zu lassen. Lesen Sie hier, wie Sie Ihr Kind auf dem Weg ins Erwachsenenalter am besten begleiten. 

Expertenrat von 
Felicitas Römer, Paar- und Familientherapeutin

Beim Loslassen geht es also auch darum, langsam und wohldosiert aus der Rolle der versorgenden, sich immer kümmernden und kontrollierenden Mutter bzw. des Vaters herauszuwachsen. Das bedeutet immer auch, die eigenen elterlichen Verhaltensweisen zu beobachten und zu prüfen, ob sie noch angemessen sind. Oft spiegeln uns Teenager deutlich wider, wie sie unser Verhalten finden. Nehmen Sie Bemerkungen à la „Ich bin doch kein Baby mehr!“ nicht nur ernst, sondern unbedingt auch zum Anlass zu der Überlegung, an welcher Stelle Sie Ihr Verhalten verändern und an das Alter Ihres Kindes anpassen sollten.

Mein Tipp
Überlegen Sie sich doch einmal, was für typische Elternfragen Sie manchmal stellen. Würden Sie diese Fragen auch Erwachsenen, etwa Bekannten, stellen? Welches für Sie typische Elternverhalten fällt Ihnen noch ein? Durch diese Überlegungen kommen Sie Ihren Verhaltensmustern auf die Spur und können sie dann langsam verändern.

 

Loslassen üben: Was Sie schon können, und was Sie noch lernen sollten

Die Phase der Pubertät ist für Eltern nicht nur deshalb eine Herausforderung, weil es so viele Spannungen mit den Jugendlichen gibt, sondern weil sie auch gezwungen sind, sich mit sich selbst, ihrer Erziehungshaltung und ihren Gefühlen auseinanderzusetzen. Damit das Kind erwachsen werden kann, müssen Mutter und Vater bereit sein, sich aus ihrer Elternrolle langsam und angemessen zurückzuziehen. Je mehr sich Eltern diesem Prozess widersetzen, desto stärker wird das Kind rebellieren oder sich resignativ zurückziehen. Sich selbst in seiner Funktion als Elternteil sukzessive „überflüssig“ zu machen, ist nicht immer leicht. Besonders wenn Mütter und Väter aus dieser Rolle viel Bestätigung bezogen haben, fällt es ihnen manchmal schwer, sie aufzugeben. Deshalb ist es wichtig, sich selbst und seine innere Haltung hin und wieder liebevoll, aber kritisch zu überprüfen.

Mein Tipp
Blicken Sie doch einmal in Ihre eigene Pubertät zurück. Welches Verhalten Ihrer Eltern hat Ihnen das Gefühl vermittelt, ernst genommen zu werden? Was hat Ihnen daran gefallen? Woran merkt Ihr Kind, dass Sie ihm immer mehr Eigenverantwortung überlassen? Und woran merkt es, dass Sie ihm immer mehr zutrauen? Wenn Sie das nicht beantworten können, fragen Sie Ihr Kind doch einfach mal.
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