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Kritikgespräch richtig führen
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So kritisieren Sie Ihren Teenager richtig!

Lob zu bekommen, ist wichtig. Ein Lob macht stolz, es stärkt das Selbstbewusstsein Ihres Kindes, festigt die Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Kind und motiviert es zu weiteren Leistungen. Doch gerade in der Pubertät, ist auch richtige und konstruktive Kritik wichtig. 

Jan-Uwe Rogge Portrait
Expertenrat von 
Dr. Jan-Uwe Rogge, Familienberater und Bestsellerautor
  1. Hören Sie Ihrem Kind richtig zu, wenn es seine Sicht der Dinge darlegt!
    Bitten Sie Ihr Kind, nach Ihrer Kritik auch Stellung zu beziehen und seine Sicht der Dinge darzulegen. Das ist wichtig, denn nur so zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie es achten und respektieren und nicht einfach mit Ihrer Meinung überfahren. Nehmen Sie sich zurück und hören sie genau und geduldig zu, wenn Ihr Kind Stellung bezieht. Drängen Sie Ihr Kind nicht in die Defensiven, und stellen sie es nicht bloß: „Siehst du, jetzt weißt du nicht, was du sagen sollst“, sondern ermuntern Sie es, die Kritik anzunehmen und nach einer Lösung des Problems zu suchen. Nur wenn Sie sich so verhalten, wird Ihr Kind auch in Zukunft bereit sein, sich Ihnen anzuvertrauen.
  2. Versuchen Sie, sich in Ihr Kind hineinzuversetzen!
    Ihrem Kind wird es auch dann leichter fallen, Kritik anzunehmen, wenn es spürt, dass Sie sich ernsthaft Mühe geben, sein Verhalten zu verstehen: „Ich weiß, dass es für dich wichtig ist, mit deinen Freunden zusammen zu sein… Ich wünsche mir jedoch, dass wir am Wochenende wenigstens…“ Manchmal erübrigt sich auch eine Kritik, wenn Sie die wahren Gründe für das Verhalten Ihres Kindes erfahren und nachvollziehen können: „Du hast also so wenig für den Englisch-Test gelernt, weil dir der Streit mit Tom nicht aus dem Kopf geht?“

  1. Üben Sie nur kurz Kritik, und suchen Sie dann gemeinsam nach einer Lösung!
    Wenn Kritik in Streit umschlägt, dreht man sich oft im Kreis. Immer wieder werden die gleichen Argumente vorgetragen, und auf der Suche nach Beispielen wird zusätzlich in der Vergangenheit gerührt. Damit aber aus einer Kritik keine endlose Auseinandersetzung wird, ist es wichtig, dass Sie immer die Lösung des Problems im Blick behalten. Halten Sie sich grundsätzlich eher knapp mit Ihrer Kritik. Lange und ausführliche Beschwerden nerven Ihr Kind nur zusätzlich. Stellen Sie sicher, dass es Ihre Kritik verstanden hat, hören Sie sich seine Sicht der Dinge an, und richten Sie dann Ihren Blick in die Zukunft. Fragen Sie Ihr Kind: „Und – was schlägst du nun vor? Was wäre eine gute Lösung für dich?“ Eine gute Lösung ist erst dann gefunden, wenn sowohl Sie als auch Ihr Kind damit „leben können“.  
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