Kommentare:
Ein Vorbild für Toleranz
© Syda Productions - Fotolia.com

So erziehen Sie Ihren Teenager zu mehr Toleranz

Toleranz ist heutzutage ein oft benutzter Begriff. Zu Recht, denn ohne Toleranz kann eine Gesellschaft nicht funktionieren. Schon gar nicht in Zeiten der Globalisierung, in denen wir uns mit anderen Kulturen austauschen und verbinden. Diskriminierung, Ausgrenzung und Mobbing unter Jugendlichen sind unmittelbare Folgen mangelnder Toleranz. Deshalb ist es wichtig, Kinder und Teenager zur Toleranz zu erziehen: in der Familie und in der Schule. In diesem Beitrag lesen Sie, was Toleranz überhaupt ist, warum sie wichtig ist und wann die Grenzen der Toleranz erreicht sind. Und natürlich erfahren Sie auch, wie Sie Ihren Teenager dabei unterstützen, sich in Toleranz zu üben. 

Jan-Uwe Rogge Portrait
Expertenrat von 
Dr. Jan-Uwe Rogge, Familienberater und Bestsellerautor

Was Toleranz während der Pubertät nicht ist: 3 Missverständnisse 

  • Tolerant zu sein heißt nicht, alles in Ordnung zu finden bzw. alles zu dulden. Das Prinzip der gegenseitigen Toleranz beruht auf dem Respekt des Anderen und der Achtung der Menschenrechte. Die Missachtung von Menschenrechten etwa ist nichts, was zu tolerieren wäre. 
  • Tolerant zu sein heißt nicht, sich alles gefallen lassen zu müssen. Sobald die Menschenrechte und Grundfreiheiten von Menschen eingeschränkt werden, muss dies benannt und beendet werden. So ist jede Art von Unrecht, die jemandem widerfährt, nicht tolerabel. 
  • Tolerant zu sein heißt nicht, keine Meinung zu haben. Die Meinung eines anderen Menschen zu respektieren, gehört zu einer toleranten Grundhaltung - eine eigene Meinung zu vertreten ebenso. Allerdings darf diese Meinung keinem anderen aufgezwungen werden.


Toleranz für den Pubertierenden hat ihre Grenzen: Wann es zu weit geht

"Sei doch mal toleranter!" ist ein oft geäußerter Satz. Manchmal hat er durchaus seine Berechtigung, etwa wenn sich jemand ausländerkritisch oder sogar fremdenfeindlich äußert. Er sollte aber nicht zu dem Zweck missbraucht werden, andere mundtot zu machen. So benutzen Jugendliche diesen Satz manchmal, um eigene Interessen durchzudrücken oder die eigene Meinung nicht erläutern zu müssen. Toleranz wird hier mit "Lockerheit" oder "Laissez-faire" gleichgesetzt. Dabei hat das eine mit dem anderen gar nichts zu tun.

Wenn Ihr Kind Ihnen also vorwirft, intolerant zu sein, dann prüfen Sie, ob an diesem Vorwurf etwas dran ist. Ist es aber nur eine Art "Druckmittel", sollten Sie klar Position beziehen: "Das hat mit Toleranz nichts zu tun, ich möchte einfach nicht, dass du xy machst!" oder auch: "An dieser Stelle bin ich intolerant, und ich stehe dazu!" Tolerant zu sein heißt eben nicht, alles unkritisch und kommentarlos hinzunehmen.

Auch wenn unsere eigenen Grenzen übertreten werden, etwa durch Beleidigungen, Beschimpfungen oder gar (verbale) Angriffe oder Tätlichkeiten, ist Toleranz dem Täter gegenüber nicht mehr angesagt. Wer die Grundrechte anderer Menschen missachtet, kann keine Toleranz erwarten. Das gilt im politischen wie auch im privaten Bereich.

Diesen Artikel weiterlesen?
mehr erfahren...

Als Abonnent des "Pubertäts-Überlebensbriefes" haben Sie hier die Möglichkeit zu testen, wie tolerant Ihr Kind wirklich ist.

Diesen Artikel freischalten

Dies ist ein Premium-Inhalt auf Elternwissen.com, der nur Abonnenten unserer monatlichen Eltern-Ratgeber angezeigt wird.

Wenn Sie diesen Artikel weiterlesen möchten, können Sie hier ein 30-tägiges Test-Abonnement abschließen.

Bitte wählen Sie Ihr Wunsch-Produkt aus:

Sie sind bereits Premium-Mitglied?

Geben Sie hier Ihren Benutzernamen und Passwort ein:

Mehr zum Thema von unseren Elternwissen-Experten
Kommentare zu "So erziehen Sie Ihren Teenager zu mehr Toleranz"
Sagen Sie Ihre Meinung und schreiben Sie einen Kommentar!




Warum stellen wir so dumme Fragen?
Hinweis: aus rechtlichen Gründen erscheint Ihr Kommentar nicht sofort, sondern muss zuerst durch einen Moderator freigeschaltet werden. Datenschutz-Hinweis
Spamschutz

Der Grund, weshalb wir Sie nach der Geburt fragen, ist die Vermeidung von Spam durch automatisierte Spam-Bots.

Solche Spam-Bots versuchen durch massenhafte Einträge von Links in Kommentarfeldern und Gästebüchern Traffic für ihre Angebote zu erzeugen. Daher stellen wir einfache Fragen, die ein echter Nutzer ohne Probleme beantworten kann, während automatisierte Spam-Bots daran meist scheitern (Captcha-Test).

Eine Alternative zu solchen individuellen Fragen sind Bild-Captchas, bei denen verzerrt dargestellte Buchstaben oder Zahlen abgetippt werden müssen. Aufgrund des erhöhten "Nerv-Faktors" dieser Bild-Captchas haben wir uns für aber für erstere Variante entschieden.

Kostenlose Tipps zum Thema "Erziehungstipps" per E-Mail

Sollen wir Sie mit neuen Tipps und Artikeln zum Thema "Erziehungstipps" kostenlos per E-Mail auf dem Laufenden halten?