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Mobbing an Schulen ist ein weit verbreitetes Problem.
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Wird Ihr Kind gemobbt? Mobbing erkennen und Ihr Kind dagegen stärken

Aktiv werden gegen Mobbing

Schule soll Spaß machen. Doch für manche Kinder ist Schule die Hölle. Sie werden von ihren Mitschülern gehänselt, beleidigt oder im Internet gedemütigt. Mobbing an Schulen ist ein weit verbreitetes Problem. Lesen Sie hier, woran Sie erkennen, ob auch Ihr Kind betroffen ist und wie Sie ihm jetzt helfen können. 

Silke Lemhöfer, Heilpraktikerin und Dozentin
Expertenrat von 
Silke Lemhöfer, Heilpraktikerin und Dozentin

Wenn der Gang in die Schule zum Alptraum wird

Jeden Abend, wenn die siebenjährige Maja schlafen geht, hat sie ein mulmiges Gefühl im Bauch. Sie kann nicht einschlafen, wenn sie an den nächsten Schultag denkt. An die anderen Kinder, die sie immer hänseln, beleidigen, manchmal auch schubsen und sie nicht mitspielen lassen. Mit der Lehrerin darüber zu reden, traut sie sich nicht.

Es macht ihr einfach keinen Spaß mehr, in die Schule zu gehen. Auch mit ihren Eltern kann Maja nicht darüber reden. Die müssen meistens arbeiten und sind ständig im Stress. Erst als Majas Schulnoten immer schlechter werden, wird ihre Mutter hellhörig.

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Typen von Mobbing

1. Aktives (direktes) Mobbing

  • Auslachen oder Bloßstellen vor anderen
  • Beleidigen durch abwertende Worte oder Blicke
  • Hänseleien durch unpassende Witze oder Spitznamen
  • körperliche Übergriffe (kneifen, verprügeln, Bein stellen)
  • Nötigung, Erpressung

2. Passives (indirektes) Mobbing

  • Verbreiten von Lügen und Gerüchten über eine andere Person oder über Angehörige, um den Ruf zu schädigen – heute immer häufiger in sozialen Netzwerken („Cybermobbing“)
  • Soziales Ausgrenzen, z. B. durch Ausschließen eines Schülers vom Spiel in der Pause oder von einer Gruppenarbeit
  • Stehlen oder Zerstören von Gegenständen, die dem Mobbingopfer gehören, z. B. Schulhefte, Kleidungsstücke, Handy etc.

 

Auf diese Alarmsignale sollten Sie achten

Mobbing findet oft im Verborgenen statt. Die betroffenen Kinder schämen sich, und die Täter haben Angst, entdeckt zu werden. Achten Sie daher auf diese Alarmsignale:

  • Ist Ihr Kind nicht mehr fröhlich, hat es wenig Elan, Ehrgeiz, Motivation?
  • Hat es plötzlich keine Lust mehr, in die Schule zu gehen?
  • Wirkt Ihr Kind traurig?
  • Ist es häufiger krank?
  • Klagt es über Kopf- und Bauchweh?
  • Kommt Ihr Kind häufiger mit zerrissenen Kleidungsstücken nach Hause?
  • Fehlt öfters Schulmaterial aus dem Ranzen?
  • Kommt Ihr Kind mit dem Taschengeld nicht mehr aus?
  • Hat es blaue Flecken oder Hautabschürfungen?

Diese Anzeichen müssen nicht alle gleichermaßen auftreten und können auch andere Gründe haben. Trotzdem sollten Sie spätestens dann aktiv werden und nach den Ursachen forschen.

Gründe für Mobbing: Warum wird mein Kind gemobbt?

Wenn Ihr Kind in der Schule gemobbt wird, kann das unterschiedliche Gründe haben. Oft sind ein gestörtes Schul- oder Klassenklima oder Minderwertigkeitskomplexe des Täters Hintergrund des Mobbing-Verhaltens. Untersuchungen zeigen zudem, dass Kinder häufig Opfer von Mobbing werden, wenn sie

  • ein geringes Selbstwertgefühl haben,
  • aus einem besonders strengen oder überbehüteten Elternhaus kommen,
  • körperlich schwach sind,
  • ängstlich, überangepasst und unsicher sind,
  • besonders empfindsam und still sind,
  • erregbar, aggressiv und wenig anpassungsbereit sind,
  • sich mit bestimmten Merkmalen von den anderen Kindern der Klasse unterscheiden 
    (z. B. Hautfarbe, Behinderung, Gewicht, Kleidung),
  • als Außenseiter, „Streber“ oder „Neuling“ in der Klasse gelten,
  • etwas besitzen oder tun, das Neid hervorruft 
    (z. B. extravagante Kleidung, teures Handy).

Bach-Blüten stärken die Seele Ihres Kindes

Wenn Ihr Kind gemobbt wird, leidet es körperlich und seelisch. Eine sanfte Begleitung auf dem Weg aus der Hilflosigkeit ist die Bach-Blüten-Mischung, die Sie unten im Kasten „Anti-Mobbing-Mischung“ finden. In akuten Situationen, wenn Ihrem Kind alles zu viel wird, können auch Rescue-Tropfen Ihrem Kind helfen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Geben Sie Ihrem Kind vor der Schule vier Tropfen in einem halben Glas Wasser. In der Schule kann es die Blüten bei Bedarf auch als „Notfall-Bonbons“ lutschen.

Was Sie noch tun können, wenn Ihr Kind gemobbt wird

Mobbing kann schwere Folgen für die Psyche und die Gesundheit Ihres Kindes haben. Zum Verlust des Selbstvertrauens können sich Schlafstörungen und Konzentrationsprobleme gesellen. Durch Isolation und Einsamkeit entstehen nicht selten Depressionen, Lernunlust und Schulvermeidung. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Kind gemobbt wird, sollten Sie daher schnell handeln.

1. Sprechen Sie mit Ihrem Kind
Ermutigen Sie Ihr Kind zum Reden, aber drängen Sie es nicht. Ist das Thema erst einmal auf dem Tisch, sollten Sie warten, bis Ihr Kind auf Sie zukommt.

2. Nehmen Sie Kontakt zur Schule auf
Sprechen Sie mit dem Klassen- bzw. Vertrauenslehrer oder wenden Sie sich an die Schulleitung. In vielen Schulen gibt es inzwischen spezielle Anti-Mobbing-Einrichtungen. Sie sollen Schülern helfen, frühzeitig Hilfe zu bekommen, wenn sie ein Problem mit Mobbing in ihrer Klasse haben.

3. Wenn die Schule nicht hilft: Wenden Sie sich an das zuständige Schulamt oder den Schulpsychologischen Dienst
Mobbing ist oft ein Teil der Klassendynamik. In den meisten Fällen kann es daher am besten von der Schule selbst gelöst werden. Finden Sie hier kein Gehör, sollten Sie nicht zögern, das zuständige Schulamt, den Schulpsychologischen Dienst oder die Kinderund Jugendhilfe (www.Kinder-jugendhilfe.info) einzuschalten.

4. Halten Sie Kontakt zur Schule
Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie hinter ihm stehen. Besuchen Sie Elternsprechtage und -abende, und halten Sie sich über die Vorgänge an der Schule Ihres Kindes auf dem Laufenden.

5. Wenden Sie sich nicht direkt an die Mobber
Kennen Sie das auch? Wenn jemand dem eigenen Kind wehtut, möchte man sich als Mutter am liebsten persönlich dazwischen werfen. Tun Sie das nicht! Sie schwächen damit nur die Position Ihres Kindes.

6. Geben Sie Ihrem Kind Rückendeckung
Wenn die Schule für Ihr Kind kein sicherer Ort mehr ist, braucht es umso mehr Ihre Unterstützung zu Hause. Tun Sie daher alles, um es aufzubauen und sein Selbstbewusstsein zu stärken:

  • Zeigen Sie, dass Sie immer für Ihr Kind da sind.
  • Hören Sie Ihrem Kind zu und nehmen Sie seine Sorgen ernst.
  • Sagen Sie Ihrem Kind immer wieder, dass es nichts für den Zustand kann, sondern dass der Täter schuld ist.
  • Helfen Sie Ihrem Kind, sein Selbstbewusstsein zu stärken; ermuntern Sie es zu sportlichen Aktivitäten und Hobbys außerhalb der Schule.

Anti-Mobbing-Mischung

  • Nr. 33 Walnut: Bildet eine Schutzhaut für die Seele und macht Ihr Kind widerstandsfähiger gegen Provokationen und Angriffe.
  • Nr. 20 Mimulus: Nimmt Ihrem Kind die Angst vor der Schule, vor dem Heimweg oder davor, bloßgestellt zu werden.
  • Nr. 19 Larch: Stärkt das Selbstvertrauen Ihres Kinds.
  • Nr. 12 Gentian: Wirkt gegen Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung.
  • Nr. 38 Willow: Hilft Ihrem Kind, aus der Opferrolle herauszukommen und selbst aktiv zu werden.

Dosierung: Die Blüten in der Apotheke mischen lassen (30 ml). Geben Sie Ihrem Kind hiervon viermal täglich vier Tropfen.

Was Ihr Kind selbst tun kann

Die Art, wie Ihr Kind auf das Vorgehen der Mobber reagiert, hat entscheidenden Einfluss darauf, ob die Täter ihr Tun fortsetzen. Diese Tipps helfen Ihrem Kind, besser mit der Situation umzugehen:

  1. Wenn du auf dem Schulweg gemobbt wirst, nimm einen anderen Weg oder schließe dich anderen Kindern aus der Nachbarschaft an.
  2. Gehe dem Täter oder der Täterin und dessen/deren Clique soweit wie möglich aus dem Weg.
  3. Nimm keine wertvollen Sachen mit in die Schule.
  4. Tue bei verletzenden Ausdrücken so, als ob du sie nicht gehört oder verstanden hättest.
  5. Übe Sätze wie „Das ist deren Problem, nicht meins“ oder „Ich bin okay“.
  6. Schlage auf keinen Fall zurück, wenn du tätlich angegriffen wirst. Rufe stattdessen einen Lehrer oder einen älteren Schüler zu Hilfe. Das ist kein Petzen, sondern dein gutes Recht!
  7. Wenn ein Mitschüler dir schon mal beigestanden hat, bitte ihn wieder um Hilfe, wenn du sie brauchst.
  8. Sieh dem Täter mutig und bestimmt ins Auge und sage: „Ich will das nicht, hör sofort auf!“ Geh dann nach Möglichkeit ohne erkennbare Hektik weg.
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