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Grüner Smoothie im Glas mit Strohalm.
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Grüne Smoothies: Warum zu viel davon für Ihr Kind nicht gut ist

5 Nachteile der grünen Gemüsedrinks

Seit einiger Zeit liegen grüne Smoothies so richtig im Trend und verschiedene Kreationen finden mal mehr und mal weniger Anklang. Warum ein Zuviel der grünen Gemüsedrinks doch nicht so gesund ist und worauf Sie achten sollten, erfahren Sie hier. 

Expertenrat von 
Dr. Astrid Laimighofer, Ernährungswissenschaftlerin, Dipl. Kindergesundheitstrainerin, Co-Autorin und Gutachterin "Mein Kind - fit & gesund!"

Die farbenfrohen flüssigen Power-Drinks haben Vor- und Nachteile

In ihnen lassen sich auch schlappe Karotten und der nicht mehr ganz taufrische Salat gut verarbeiten. Und frisch zubereitet, enthält ein grüner Smoothie viele Vitamine und Mineralstoffe. Smoothies können aber auch ungeliebte Stoffe enthalten. Außerdem enthält ein großes Glas püriert einiges an Kilokalorien. Womit wir bei den Nachteilen angekommen wären.

5 Nachteile der grünen Smoothies

Nachteil 1: Oxalsäure und Alkaloide

Einige grüne Blattgemüse, allen voran der Spinat, enthalten Oxalsäure. Ein Zuviel davon ist unter anderem für die Bildung von Nierensteinen verantwortlich. Alle Arten von Grünpflanzen enthalten zudem sekundäre Pflanzenstoffe, die zu den Alkaloiden zählen. In geringen Mengen können diese Alkaloide positive Funktionen im Körper erfüllen. Voraussetzung ist jedoch, dass man kleine Mengen von verschiedenen Alkaloiden zu sich nimmt. Wechseln Sie das verwendete Grün häufig und versteifen sich nicht auf eine Art allein. Experimentieren Sie mit Feldsalat, Mangold, Löwenzahn, Radieschenblättern, Petersilie, Spinat, Endivien etc.

Nachteil 2: Zu viel (Frucht-)Zucker

Ein grüner Smoothie enthält neben Salat, Spinat & Co. auch Banane, Apfel, Datteln und vieles mehr. Insgesamt kommt da schon einiges an Früchten und damit Fruchtzucker zusammen. So enthält beispielsweise ein kleines Glas grüner Smoothie mit 1/2 Banane, 1/2 Apfel und 1 Scheibe Ananas an die 12 g Fruchtzucker bzw. 20 g Gesamtzuckergehalt.

Nachteil 3: Sättigungsgrad

Essen wir oder unsere Kinder einen Apfel am Stück oder eine Schüssel Salat, müssen wir zuerst einmal kauen. Dadurch werden bereits Signale ans Gehirn weitergeleitet, die mit der Zeit ein Sättigungsgefühl auslösen. Da das Kauen beim Smoothie entfällt, wird es auch als Getränk erlebt, und das Sättigungsgefühl bleibt aus. Und in der subjektiven Wahrnehmung beurteilen wir ein Getränk ebenfalls nicht so sehr als vollständige Mahlzeit wie eine „Kaumahlzeit“ – obwohl die Kilokalorienmenge sehr wohl der einer vollständigen Mahlzeit entsprechen kann. Zusätzlich ist die Füllung des Magens bei einem ganzen Stück Obst oder Gemüse viel größer als bei einem flüssigen Smoothie. Auch dadurch ist das Sättigungsgefühl vermindert.

Nachteil 4: Zu viel Rohkost

Nicht jeder Darm verträgt zu viel rohes Obst und Gemüse auf einmal. Es kann also schon sein, dass Ihr Kind nach dem Smoothie unter Blähungen und Bauchschmerzen klagt. Daher lieber ein kleines Glas und nicht zu oft. Außerdem leicht blähende Gemüsesorten wie Kohl, Rosenkohl und Brokkoli eher wenig verwenden. Einige schädliche Stoffe im Gemüse werden erst durch das Erhitzen unschädlich gemacht. Rohe grüne Bohnen zum Beispiel haben in einem Smoothie nichts verloren.

Nachteil 5: Falsche Angaben

Auf Verpackungen fertiger Smoothies findet sich häufig die Werbeaussage, der Smoothie decke 50 Prozent der empfohlenen Tagesmenge an Obst und Gemüse ab. Derartige Angaben treffen für Deutschland manchmal nicht zu. Die DGE empfiehlt bei uns den täglichen Verzehr von 600 bis 650 Gramm Obst und Gemüse. Die Hersteller beziehen ihre Angaben aber auf die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die länderübergreifend nur auf 400 Gramm lauten.

So können Sie sicher sein, dass der grüne Smoothie Ihrem Kind mehr nützt als schadet

  • Ab und zu ein Smoothie als zusätzliche Obst- und Gemüsemahlzeit ist durchaus empfehlenswert. Der grüne Smoothie soll aber nicht den kompletten Obst- und Gemüsekonsum ersetzen.
  • Verwenden Sie nur biologisch angebautes Obst und Gemüse.
  • Wechseln Sie beim grünen Gemüse regelmäßig durch.
  • Unter der Schale stecken die meisten bioaktiven Stoffe – Äpfel und Birnen also am besten mit Schale verwenden.
  • Für ausreichend Vitalstoffe sollten Sie nur frisches Gemüse verwenden. 
    Bei „schlappem“ Gemüse ist der Anteil an Nährstoffen wesentlich geringer.
  • Bereiten Sie Ihren Smoothie immer frisch zu. Ein fertig zubereiteter Smoothie,
    der im Kühlschrank aufbewahrt wird, verliert an Nährstoffen.
  • Vier bis fünf Zutaten sind für einen Smoothie ausreichend. Ein bis zwei Obstsorten, grünes Blattgemüse nach Belieben durchgemischt und Wasser sind die Grundelemente eines guten Smoothies. Auf Zutaten wie Fette, Süßungsmittel und dergleichen sollten Sie so weit wie möglich verzichten.
  • Knollengemüse wie Kartoffeln oder Sellerie gehören auf den Teller und nicht in den Smoothie.
  • Wenn Sie einen fertigen Smoothie kaufen, achten Sie auf die Zutaten.
    Ihm sollte auf alle Fälle kein Zucker zugesetzt sein.

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