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Sportlich aktive Kinder auf dem Tennisplatz
© Olena Yakobchuk - 123rf.com

Sport und Bewegung machen Ihr Kind schlau und stark

Fünf-Minuten-„Energizer“

Körperliche Aktivität stärkt den Körper Ihres Teenagers und hält ihn gesund. Doch Sport hat noch weitere positive Auswirkungen. So stabilisiert er die Psyche und sorgt für körperliches und seelisches Wohlbefinden. Außerdem fördert regelmäßige Bewegung die emotionalen, kognitiven und sozialen Kompetenzen. 

Expertenrat von 
Felicitas Römer, Paar- und Familientherapeutin

Sport regt den Körper auf vielen Ebenen an

Sport regt das Herz-Kreislauf-System, die Atmung und den Stoffwechsel an und stärkt so das Immunsystem. Er beugt Übergewicht vor, fördert die Muskelbildung und sorgt für eine bessere Durchblutung aller Organe. Außerdem fördert Sport die Beweglichkeit sowie Kraft, Ausdauer und Koordinationsfähigkeit. Auch wirken sich Sport und Bewegung positiv auf die Psyche aus: Man vermutet, dass dabei Glückshormone (z.B. Endocannabinoide, Serotonin) ausgeschüttet werden. Ob das stimmt, wissen Wissenschaftler noch nicht sicher. Es gilt jedoch als erwiesen, dass regelmäßige körperliche Bewegung heilsam sein kann, u. a. bei psychischen Erkrankungen. Außerdem fördert Sport den Gleichgewichtssinn, das räumliche Vorstellungsvermögen und das Körpergefühl Ihres Teenagers.

Bewegung hat positive Auswirkungen auf kognitive Gehirnfunktionen

Schon vor Jahren konnten Studien zeigen, dass sich körperliche Aktivität positiv auf kognitive Gehirnfunktionen und die Synapsen- und Nervenbildung auswirken. Eine andere Untersuchung konnte nachweisen, dass Schülerinnen und Schüler, die einen guten Fitnesszustand hatten, durchschnittlich bessere Leistungen in Lesen und Mathematik erzielten. Besonders Mannschaftssport fördert zudem die Entscheidungsfähigkeit, die Problemlösungsfähigkeit, kreatives Denken und strategisches Planen. Auch die Konzentrationsfähigkeit ist bei sportlich aktiven Kindern höher.

Sport verschafft Erfolgserlebnisse und fördert so das Selbstvertrauen

Außerdem entwickelt sich das Gefühl von Selbstwirksamkeit („Ich kann etwas erreichen, wenn ich mich anstrenge!“), was besonders für Kinder wichtig ist, die ein schwaches Selbstwertgefühl oder in der Schule wenige Erfolgserlebnisse haben. Sport ist zudem eine prima Möglichkeit der Stressbewältigung und ein gutes Ventil, um Stress und Aggressionen abzubauen.

Besonders Teamsport fördert die sozialen Fähigkeiten Ihres Teenagers: Hierbei lernt er nicht nur, miteinander zu kooperieren, er muss auch Kompromisse aushandeln, Konflikte lösen, mit Konkurrenz umgehen und Niederlagen einstecken. Ein Mannschaftssport fördert außerdem Teamgeist und den Fairplay-Gedanken, Ihr Kind entwickelt also so genannte „Life-Skills“, die es privat als auch beruflich sinnvoll nutzen kann.

Drei Einfache Bewegungsübungen für eine bessere Konzentration

1. Der Klassiker: Kniebeugen

Die Hausaufgaben ziehen sich hin, und Ihr Kind hängt in seinem nachmittäglichen Leistungstief? Dann lassen Sie es rasch ein paar Kniebeugen machen: Hüftbreit hinstellen und langsam in die Knie gehen und wieder aufrichten, ca. drei bis fünf Minuten lang. Regt Kreislauf, Verdauung und Atmung an und sorgt für frisches Blut im Gehirn.

2. Musik aufdrehen und abtanzen

Wussten Sie, dass Tanzen heilsame Kräfte mobilisiert? Das konnte in Studien nachgewiesen werden. Außerdem fördert Tanzen die Merkfähigkeit, die Motorik und die Aufmerksamkeit. Warum also nicht einmal beim Lernen eine fünfminütige Tanzpause einlegen? Bringt Herz und Kreislauf in Schwung, sorgt für gute Laune und macht den Kopf frei für neuen Lernstoff.

3. Jonglieren oder Besen balancieren

Wenn Ihr Kind unter Denkblockaden leidet, sollte es mal eine kleine Jonglierübung machen, z.B. mit zwei oder drei Äpfeln. Alternativ kann es einen Besen hochkant auf seinen Fingern balancieren. Das erfordert ganzkörperliches Geschick und Konzentrationsfähigkeit. Ihr Kind sollte dabei den Mund leicht öffnen, fließend atmen und locker in die Knie gehen. Anschließend fühlt sich Ihr Kind wacher und aufmerksamer!

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