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Mentale Aktivierung: Mit dieser Methode bleibt die Konzentration hoch

Mit einem fünf Bausteine umfassenden Programm hat die „Gesellschaft für Gehirntraining e.V.“ unter dem Psychologen Siegfried Lehrl bei Kindern und Jugendlichen beeindruckende Leistungssteigerungen bewirkt. Die bemerkenswerten Tests, die direkt im Klassenzimmer durchgeführt wurden, sind auch interessant für das Arbeiten und Lernen zu Hause. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Bausteine des intelligenten Programms für Ihr Kind nutzen können 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Mit diesen 5 Punkten arbeitet die mentale Aktivierung

Die fünf Punkte der mentalen Aktivierung sind jeder für sich ein sinnvoller Schritt, um die Leistungsfähigkeit Ihres Kindes zu verbessern. Je mehr Sie davon zu Hause umsetzen, desto besser wird das Ergebnis sein, aber auch jeder Punkt für sich ist schon wirksam. Sicherlich werden viele Eltern den einen oder anderen Punkt längst berücksichtigen. Verbesserungsmöglichkeiten gibt es meistens immer noch – besonders bei Punkt zwei des mentalen Trainings, dem zentralen Baustein, der sicher an den meisten Schülerschreibtischen bisher eher vernachlässigt wurde.

So setzen Sie die 5 Punkte zur mentalen Aktivierung um

1. Sorgen Sie für gehirngerechte Ernährung

Ein durstiges und/oder hungriges Gehirn arbeitet schlecht, denn ungestillte Grundbedürfnisse erschweren die Konzentrationsfähigkeit. Darüber hinaus sorgt nur eine gleichmäßige und über Stunden kontinuierliche Versorgung mit Glukose für einen ausgewogenen Energiehaushalt. Um leistungsfähig zu sein, braucht Ihr Kind also unbedingt eine gute Ernährung und genügend Flüssigkeit: von morgens bis abends. Leider haben immer weniger Familien Zeit für ein gemeinsames und gesundes Frühstück, das beispielsweise durch Vollkornprodukte die Versorgung mit komplexen Kohlenhydraten sicherstellt. Positiv sind weiterhin Obst, Gemüse und gesunde Knabbereien. Der schnelle Traubenzucker zwischendurch macht dagegen nur ganz kurz wach und anschließend sehr müde.

Mein Tipp
Erlauben Sie Ihrem Kind die Wasserflasche im Schulranzen und auf dem Schreibtisch. Durst ist bereits ein Zeichen von Austrocknung. Dem kann Ihr Kind durch regelmäßiges Trinken vorbeugen. Ein ausgeglichener Wasserhaushalt ist für die Gehirnleistung ganz wesentlich.

2. Erzeugen Sie Wachheit bei Ihrem Kind

Der Wachheitszustand des Gehirns hat einen ganz entscheidenden Einfluss darauf, ob Ihr Kind Informationen gut aufnimmt, verarbeitet und mit anderem Wissen verknüpft. Bei Grundschülern sind Hausaufgaben im Umfang von einer Stunde keine Seltenheit – die Konzentrationsspanne eines Zehnjährigen ist jedoch nach 20 Minuten erschöpft.
Kurze, mentale Aktivierungsaufgaben führen schnell dazu, dass Ihr Kind wieder aufnahmebereit und wach weiterlernen kann. Alle 20 Minuten sollten Sie Ihrem Kind beim Lernen eine kurze Pause einräumen und ihm eine kleine Aufgabe stellen. Die Pause kann durchaus auch Lernstoff zum Inhalt haben, dann jedoch unbedingt aus einem anderen Fach.

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