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Rechenschwäche: So findet Ihr Kind Zugang zur Mathematik

Ihr Kind sitzt am Schreibtisch und starrt verzweifelt auf seine Mathe-Hausaufgaben. Es soll 20 zweistellige Aufgaben der Kategorie von 18 + 3 oder 64 – 5 ausrechnen, doch es braucht sehr lange dafür? Solch ein Verhalten lässt stark auf eine Rechenschwäche schließen. Lesen Sie hier, wie Sie Sicherheit erhalten und welche Methoden Ihrem Kind helfen. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

4. Schritt: Üben Sie „Partnerzahlen“

Im Zahlenbereich bis 10 gibt es die sogenannten Partnerzahlen. Sie ergeben zusammen immer 10, also 0 + 10, 1 + 9, 2 + 8, 3 + 7 usw. Die sichere Kenntnis der Partnerzahlen, also das automatische Abrufen, erleichtert Ihrem Kind später auch im Hunderterbereich das Rechnen.

5. Schritt: Sprechen Sie über Rechenvorgänge

Bei den Hausaufgaben zählt das Ergebnis, doch mindestens ebenso wichtig ist der Rechenweg. Lassen Sie sich von Ihrem Kind erklären, wie es auf sein Ergebnis kommt. Nur so können Sie intervenieren, wenn es seinen Rechenvorgängen falsche Vermutungen zu Grunde legt.

6. Schritt: Mischen Sie keine Materialien

Rechenschwache Kinder benötigen Anschauungsmaterial, um sich Rechnungen zu verdeutlichen. Einigen Sie sich (möglichst mit der Lehrkraft) auf ein Material, um Ihr Kind nicht zu verwirren. Gut geeignet ist zum Beispiel ein Hunderterbrett, auf dem 100 Perlen oder Kugeln befestigt sind, aber auch Rechenstäbchen (hier wird die Menge der Länge zugeordnet) oder die Wasserglasmethode nach Schlotmann (Wassermenge wird durch Schütten verändert) können helfen.

7. Schritt: Üben Sie Bündeln

Rechnen wird erleichtert, wenn Ihr Kind das Prinzip der Bündelung versteht. 5 + 5 + 3 = 13. Anstatt immer wieder alle Kugeln abzuzählen, bildet Ihr Kind überschaubare Bündel, die es addieren kann.

         

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