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Teenager mit mehr Verantwortung
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10 Tipps für mehr Verantwortung in der Pubertät

Viele Eltern kennen die Probleme, die entstehen, wenn sie mit Pubertierenden den Alltag zu bewältigen haben. Die Jugendlichen weigern sich im Haushalt zu helfen, übernehmen auch sonst keine Aufgaben und zeigen keinerlei Verantwortung für ihr Handeln.  

Jan-Uwe Rogge Portrait
Expertenrat von 
Dr. Jan-Uwe Rogge, Familienberater und Bestsellerautor
  1. Mütter sollten sich möglichst nicht in die Konflikte zwischen Vätern und Teenagern einmischen, sondern die beiden dazu auffordern, diese miteinander auszutragen. Dasselbe gilt natürlich für Väter, die sich ebenso wenig in die Streitereien zwischen Mutter und Kindern einmischen sollten.
    Ausnahme: Wenn die Kinder stark leiden und/oder physische oder psychische Gewalt im Spiel ist, müssen Kinder geschützt und Hilfe aufgesucht werden.
  • Der Teenager muss lernen, seine Konflikte möglichst allein zu lösen. Natürlich ist manchmal Unterstützung im Sinne von „Hilfe zur Selbsthilfe“ nötig. Trotzdem ist es immer gut, wenn der Jugendliche zumindest ein paar Ideen entwickelt, wie er das Problem lösen könnte. Gelingt ihm das nicht, kann man ihm immer noch weitere Hilfe anbieten. Oft ist das aber gar nicht nötig.
  1. Seien Sie ein gutes Vorbild, und übernehmen Sie die Verantwortung für Ihr Handeln. Dazu gehört auch, selbstkritisch zu sein, anderen nicht die Schuld zu geben und sich gegebenenfalls mal zu entschuldigen, wenn man etwa unfair gegenüber dem Kind geworden ist.
  • Selbstständig und erwachsen werden heißt auch, zunehmend die Verantwortung für sein Verhalten zu übernehmen. Das kann das Kind leichter lernen, wenn die Eltern ihm vorleben, wie es geht, die Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen – eben auch für das Handeln, das wir selbst nicht so gut finden oder gar bereuen.

  1. Schimpfen oder strafen Sie nicht, wenn Ihr Kind schlechte Noten nach Hause bringt. Machen Sie ihm lieber klar, dass Sie Ihren Schulabschluss ja schon haben und es um seine Zukunft geht. Das kommt nicht immer (gut) an, ist aber ein Zeichen dafür, dass Sie die Verantwortung für den Schulerfolg in die Hände des Jugendlichen legen.
  • Ein Jugendlicher, der von seinen Eltern wegen seiner schlechten Noten ausgeschimpft oder gar bestraft wird, wird das als noch schlimmer empfinden als die miserable Leistung an sich. Wenn die Eltern nicht schimpfen, wird er sich eher mit der schlechten Note beschäftigen und möglicherweise etwas ändern wollen. Angst zu schüren, ist ohnehin kein guter Motivator, schon gar nicht für die Schule. 
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