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Feedback in der Pubertät
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Soll ich mein Kind für schulische Leistungen loben, belohnen, kritisieren oder bestrafen?

Wenn Ihr pubertierender Nachwuchs mit einer guten oder schlechten Note nach Hause kommt, dann haben Sie verschiedene Möglichkeiten, darauf zu reagieren. Lesen Sie in diesem Beitrag, wie effektiv die verschiedenen Feedback-Varianten sind und worauf Sie beim Loben und Kritisieren achten sollten. 

Expertenrat von 

Vermeiden Sie Strafen!

Strafen wirken in der Regel genauso manipulativ wie Belohnungen, allerdings mit erheblich größerem negativem Beigeschmack. Unserer Meinung nach sind Strafen daher als „Feedback“ auf negative schulische Leistungen ungeeignet. Zunächst verändert Ihr Kind aufgrund einer angedrohten oder vollzogenen Strafe sein Verhalten meist nicht aus Einsicht, sondern um der Strafe zu entgehen. Ihr Kind lernt nun etwa seine Vokabeln nur, damit es wieder am Computer spielen kann. Strafen können also ähnlich wie Belohnungen den Handlungsgrund verändern. Hinzu kommt, dass Strafen häufig aggressives Verhalten fördern, denn sie

  • verweigern Bedürfnisse,
  • erzeugen so Frustrationen,
  • schädigen das Verhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Kind,
  • begünstigen das Lernen am negativen Modell.

Überlegen Sie einmal, wann sich eine von Ihnen erteilte Strafe, ohne Nebenwirkung auf Ihre Beziehung, tatsächlich mittel- oder langfristig auf den Lernerfolg Ihres Kindes ausgewirkt hat. Normalerweise ist das nicht der Fall, denn Strafen funktionieren meist nur kurzfristig oder müssen so hart sein, dass sie Ihr Kind wirklich dauerhaft erschüttern. Das hat dann aber wiederum auch größere negative Folgen für Ihre Beziehung.

Unser Rat: Logische Konsequenzen
Besser geeignet als Strafen sind logische Konsequenzen. Eine logische Konsequenz ergibt sich bestenfalls „logisch“ aus dem Handeln Ihres Kindes. Zudem erfolgen logische Konsequenzen nicht spontan und willkürlich wie oft Strafen, sondern sind vorab mit Ihrem Kind besprochen. So können Sie z. B. gemeinsam festlegen, dass Ihr Kind erst seine Schulsachen vollständig bis 19 Uhr erledigt haben muss, wenn es danach für eine Stunde in Facebook unterwegs sein will. Hält es sich nicht an diese Bedingung, weiß es, dass am nächsten Tag etwa der Computer aus bleibt. Ihr Kind spürt also unmittelbar die Folgen seines Handelns, kann diese aber durch sein jeweiliges Verhalten auch direkt beeinflussen.
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Der Grund, weshalb wir Sie nach der Geburt fragen, ist die Vermeidung von Spam durch automatisierte Spam-Bots.

Solche Spam-Bots versuchen durch massenhafte Einträge von Links in Kommentarfeldern und Gästebüchern Traffic für ihre Angebote zu erzeugen. Daher stellen wir einfache Fragen, die ein echter Nutzer ohne Probleme beantworten kann, während automatisierte Spam-Bots daran meist scheitern (Captcha-Test).

Eine Alternative zu solchen individuellen Fragen sind Bild-Captchas, bei denen verzerrt dargestellte Buchstaben oder Zahlen abgetippt werden müssen. Aufgrund des erhöhten "Nerv-Faktors" dieser Bild-Captchas haben wir uns für aber für erstere Variante entschieden.

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