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Welche Umgangsformen für Teenager ein Muss sind

In der Pubertät scheinen Jugendliche mitunter alles zu vergessen – manchmal leider auch ihre „gute Erziehung“. Unhöflich, mürrisch oder gar respektlos verhalten sie sich, ganz so, als wären ihnen andere Menschen und ihre Bedürfnisse nun völlig egal. Eltern sind von diesem Verhalten Ihrer Kinder oft entsetzt oder auch peinlich berührt und wissen nicht, wie sie richtig darauf reagieren sollen. Lesen Sie hier, was Sie tun können. 

Jan-Uwe Rogge Portrait
Expertenrat von 
Dr. Jan-Uwe Rogge, Familienberater und Bestsellerautor

Ihr pubertierendes Kind bricht aus, es testet und reibt sich an Grenzen. Dabei will Ihr Kind ausprobieren, wie alltagstauglich das Handwerkszeug ist, das Sie ihm mit auf den Weg gegeben haben. Dabei begibt sich Ihr Kind dann auch in das Land jenseits der Grenze von Höflichkeit und Dankbarkeit. Ihr Kind will nämlich nicht nur dieses Land erkunden, es möchte tatsächlich in Erfahrung bringen, welche Konsequenzen es hat, wenn es Grenzen überschreitet und verletzt.

Machen Sie klare Ansagen: „Bis hierher und keinen Schritt weiter!“

Es ist das Recht der Pubertierenden, sich an Auflagen, an Regeln, an Normen und Werten des zwischenmenschlichen Miteinanders zu reiben, das „Establishment“ herauszufordern, aber es ist auch Ihre Pflicht als Eltern, nicht alles widerspruchslos zu gestatten, was Heranwachsende einzufordern meinen. Bei allem Verständnis für Ihren pubertierenden Nachwuchs dürfen Sie Verständnis nicht mit Akzeptanz verwechseln. Anders ausgedrückt:

Sie dürfen sich nicht alles gefallen lassen! Ihre Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass zwischenmenschliche Gepflogenheiten eingehalten und respektiert werden. Wenn Ihr Kind sprachlich Grenzen überschreitet, dann müssen Sie das deutlich ansprechen. Wenn Ihr Kind seinen Launen rücksichtslos freien Lauf lässt, dann müssen Sie auch das thematisieren. Grundsätzlich: Wenn Ihr Kind sich die Freiheit nimmt, Grenzen zu überschreiten, dann trägt es auch die Verantwortung für sein Tun! Und Sie müssen als Eltern zugleich Ihrer Verantwortung nachkommen. Das bedeutet konkret:

Bestehen Sie auf Umgangsformen

Bei allem Verständnis für das emotionale Auf und Ab Ihres heranwachsenden Kindes brauchen Sie nicht jeder seiner Launen nachzugeben. Auch wenn Sie wissen, dass das Handeln Ihres Kindes während der Pubertät oft hormonell beeinflusst ist, können Sie trotzdem auf die Einhaltung von Normen und Regeln bestehen. Aber das sollte in ruhigem, angemessenem Ton geschehen. Diese Umgangsformen sollte Ihr Kind einhalten:

  • Begrüßen, Hand geben, sich Verabschieden und das Gegenüber dabei freundlich anschauen
  • Danke und Bitte sagen
  • andere ausreden lassen
  • bei Tisch mit Gabel und Messer essen, Serviette benutzen, essen statt fressen und sich das „Bäuerchen“ verkneifen etc.
  • älteren Menschen seinen Platz in Bus, U-Bahn oder Zug überlassen!
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