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Eltern als beste Freunde
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So erziehen Sie Ihren Heranwachsenden zu einem selbstständigen Menschen

Viele Eltern sehen es als Idealbild an, mit Ihrem Kind sehr gut befreundet zu sein. Doch nur, wenn Sie und Ihr Kind sich emotional voneinander abgrenzen können und trotzdem wissen, dass Sie immer Unterstützung finden, kann das Kind in der Pubertät zu einem selbstständigen und respektierten Menschen werden. Machen Sie den Test, ob Sie mit Ihrem Harmoniestreben Ihrem Kind das Erwachsenwerden erschweren. 

Expertenrat von 
Felicitas Römer, Paar- und Familientherapeutin

Checkliste: Wie positiv abgegrenzt sind Sie?

Haben Sie nur ein gutes Verhältnis zu Ihrem Kind oder überschreiten Sie die Grenze zum besten Freund, die es Ihrem Kind erschweren kann, erwachsen zu werden? Wie viele Begriffe können Sie bei den folgenden Aussagen ankreuzen?

  • Ich nehme die Meinung meines Kindes ernst, habe aber oft eine andere Auffassung.
  • Ich kann mich mit meinem Kind herzhaft streiten, ohne dass die Beziehung darunter leidet. Wir vertragen uns irgendwann ja auch wieder.
  • Ich kann es ganz gut aushalten, wenn mein Kind mich mal blöd oder peinlich findet. Das gehört einfach dazu.
  • Ich lasse mich von meinem Kind nicht verunsichern, wenn es meine Kleidung oder mein Auftreten „uncool“ findet.
  • Ich biedere mich den Freunden meines Kindes nicht an, indem ich besonders locker tue  oder mich einfach ungefragt dazusetze.
  • Mein Kind darf sich seine Kleidung beim Einkaufen selbst aussuchen. Ich sage ihm aber auch, wenn mir etwas davon nicht gefällt.
  • Ich kann es gut ertragen, dass mein Kind Geheimnisse mit Freunden oder Freundinnen hat. Ich habe ja auch „Geheimnisse“, von denen es nichts wissen soll.

  • Ich muss nicht alles wissen, was mein Kind so macht. Ich vertraue darauf, dass es sich mir mitteilt, wenn es das möchte, und dass es sich an mich wendet, wenn es Hilfe braucht.
  • Ich nehme die Stimmungen und Gefühle meines Kindes ernst, versuche aber, sie von meinen zu trennen. Nur weil mein Kind schlecht gelaunt ist, bin ich das nicht auch.
  • Wenn mein Kind Erfolge hat, freue ich mich sehr. Ich muss aber nicht vor anderen damit prahlen und demonstrativ „vor Stolz platzen“.
  • Wenn mein Kind Kummer hat, nimmt mich das zwar mit. Ich kann aber trotzdem präsent bleiben, ohne selbst in ein Stimmungsloch zu fallen.
  • Wenn es um meine Partnerschaft geht, bin ich zwar offen, aber ebenso diskret. Manches weiß mein Kind, anderes wiederum geht es nichts an.
  • Ich erwarte von meinem Kind nicht, dass es mich tröstet oder in Schutz nimmt, etwa gegenüber meinem Partner. Ich passe schließlich selbst auf mich auf.
  • Ich versuche, bei Streitigkeiten mit meinem Partner mein Kind nicht auf meine Seite zu ziehen. Das wäre unfair und würde mein Kind nur in Loyalitätskonflikte bringen.
  • Ich kann es ertragen, von meinem Kind kritisiert zu werden. Es ist zwar manchmal nicht angenehm, es haut mich aber auch nicht um. Damit kann ich leben.

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