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Wenn Sie Kinder haben bleibt oft nicht viel vom monatlichen Einkommen über. Und selbst wenn, warum sollten Sie mehr bezahlen als überhaupt notwendig?
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Wie Eltern für ihre Kinder einen finanziellen Grundstein legen können

Finanzielle Unterstützung und Sicherheit

Wenn Sie Kinder haben bleibt oft nicht viel vom monatlichen Einkommen über. Und selbst wenn, warum sollten Sie mehr bezahlen als überhaupt notwendig? Wir zeigen Ihnen einige Möglichkeiten, welche finanzielle Unterstützung der Staat Ihnen anbietet und welche Voraussetzungen Sie dafür haben müssen. 

Expertenrat von 

Kindergeld:

Kindergeld steht jedem zu, der Kinder hat. Egal, ob es sich um einen Millionär oder einem Geringverdiener handelt. Hartz-4-Empfänger ausgenommen, denn hier werden die Staatsleistungen miteinander verrechnet. Der Sinn ist, das Existenzminimum eines Kindes sicherzustellen. Kein Anspruch auf Kindergeld haben Sie, sofern eine vergleichbare Leistung aus dem Ausland oder dergleichen gezahlt wird, bei Kinderzulage der gesetzlichen Unfallversicherung oder Kinderzuschuss der gesetzlichen Rentenversicherung.

Der Anspruch auf Kindergeld bleibt bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres bestehen. Anschließend bleibt der Anspruch nur weiter bestehen, wenn das Kind sich weiterhin in einer Schul- oder Berufsausbildung befindet oder beim Arbeitsamt als arbeits- bzw. ausbildungssuchend gemeldet ist.

Die Höhe des Kindergeldes beträgt für die ersten beiden Kinder 194 Euro monatlich, für das dritte Kind auf 200 Euro und 225 Euro für jedes weitere Kind der Familie. Also es kann schon durchaus etwas zusammenkommen, wenn Sie nicht unter die Ausnahmen fallen, die oben erwähnt sind.

Kinderfreibetrag

Wie der Name sagt, fällt dieser Freibetrag in das Steuerrecht und stellt einen gewissen Betrag frei, den die Elternteile sonst hätten versteuern müssen. Im Jahr 2018 beträgt dieser Freibetrag 4.788 Euro.

Erziehungsfreibetrag:

Seit dem Jahr 2002 erhalten Eltern gleichfalls, neben Kindergeld und Kinderfreibetrag den Erziehungsfreibetrag. Bei minderjährigen Kindern bzw. in Berufsausbildung bis zum 25. Geburtstag geht der Gesetzgeber davon aus, dass die Betreuung mit einem gewissen Aufwand verbunden ist und dafür greift er sozusagen etwas unter die Arme. Ein Nachweis, um diesen Freibetrag (seit 2010 für Eltern: 2.640 Euro) geltend zu machen, ist nicht notwendig.

Bafög

Das sogenannte Bafög (Bundesausbildungsförderungsgesetz) ist eine gute Möglichkeit für Eltern mit älteren Kindern, diesen eine Ausbildung zu ermöglichen. Anspruch auf Bafög hängt von dem angestrebten Ausbildungsziel ab. Will das Kind eine Lehre machen? Ein Studium? Einen Bachelor? Oder schon den Master? Es unterschiedet sich von den Zeiten und der Tatsache, ob es elternunabhängig ist oder nicht. Der ursprüngliche Sinn ist die Chancengleichheit der Kinder und jungen Leute. Zudem ermöglicht es den Studierenden, sich voll auf das Studium fokussieren zu können, denn ohne die finanzielle Unterstützung vom Staat wäre ein Studium ohne Nebenjob kaum möglich.

Für das Bachelor-Studium gilt die Grenze von 30 Jahren. Bis zu diesem Alter muss das Studium angenommen worden sein. Für das Master-Studium ist die Grenze auf 35 Jahre angehoben worden und sofern man nach dem Bachelor-Abschluss bereits drei Jahre gearbeitet hat, kann man dieses Bafög sogar elternunabhängig erhalten. Eine gute Möglichkeit, eine Ausbildung in aller Ruhe durchführen zu können und zeitlich auch gut für junge Leute geeignet, die das Studium nicht in Regelstudienzeit schaffen.

Im Gegensatz zu den meisten anderen staatlichen Leistungen müssen Sie das Bafög zurückzahlen. Doch ist das Maximale 10.000 Euro und dieser Betrag kann auch weiter verringert werden, sofern Sie zu einer Gruppe der besten Absolventen gehören oder das Geld sofort "in einem Rutsch" zurückzahlen. Zinsen fallen nicht an. Es sind auch noch weitere Erlassungen möglich, worüber Sie sich auf jeden Fall erkundigen sollten.

Studentenkredit:

Auch ein Studentenkredit ist für Studierende geeignet. Sollten Sie keinen Anspruch auf Bafög haben, so ist dies ein Weg, doch noch etwas Geld zu bekommen und sich neben dem Nebenjob und den Geldzuwendungen der Eltern noch etwas Geld für neue Ausrüstung, Bücher und ähnliches zu sichern.

Fazit:

Es gibt einige Möglichkeiten für Eltern, Geld zu bekommen, Geld zu sparen oder auch später die Kinder auf ihrem Ausbildungsweg zu fördern. Es ist keine Schande, diese Möglichkeiten auch auszunutzen. Und vor allem ist es wichtig, dass Sie Ihre Kinder und Jugendlichen auf dem Berufsweg bestmöglich unterstützt können.

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