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Deutsche zahlen jedes Jahr über 100 Milliarden Euro an Versicherungsbeiträgen. Darin enthalten sind die Kosten für Haftpflicht, Unfallversicherung und andere.
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Private Haftpflichtversicherung: Unverzichtbarer Familienschutz mit Steuervorteil

Versicherung für die ganze Familie

Die Deutschen zahlen jedes Jahr mehr als 100 Milliarden Euro an Versicherungsbeiträgen. Darin enthalten sind die Kosten für Rentenversicherung, private Krankenversicherung, Wohngebäudeversicherung, Kfz-Versicherung, allgemeiner Haftpflicht, Unfallversicherung, Rechtsschutz- und Hausratversicherung. 

Expertenrat von 

Auf vereinbarte Vertragsleistungen achten

Natürlich benötigt nicht jeder all diese Versicherungen, aber eine private Haftpflichtversicherung ist immer ratsam, auch wenn sie anders als eine Kfz-Versicherung nicht verpflichtend ist. Damit sichert man sich (und gegebenenfalls andere Familienangehörige) gegen Forderungen Dritter ab. Was die Versicherungsgesellschaft in einem Schadensfall zahlt, hängt von den vereinbarten Vertragsleistungen und der Deckungssumme ab.

Jeder ist mal unachtsam, setzt sich auf die Brille eines anderen oder stößt eine Vase um, wenn er Freunde besucht. Ärgerlich, aber mit einer privaten Haftpflichtversicherung kein Drama, die dann für die Schadenersatzforderungen des Geschädigten aufkommt. Doch was passiert, wenn der Verursacher keine Haftpflicht hat? Viele Versicherungsunternehmen bieten einen Forderungsausfall an, der allerdings schon bei Vertragsabschluss ausgewählt werden muss und in der Regel mit Mehrkosten verbunden bzw. nur in Premium-Tarifen enthalten ist.

Kinder sind meistens mitversichert

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Bei einer privaten Haftpflichtversicherung ist auch die Absicherung der ganzen Familie möglich. In diesem Fall ist nicht nur der Versicherungsnehmer abgesichert, sondern auch sein Ehe- bzw. Lebenspartner sowie leibliche und nicht-leibliche Kinder, wenn diese unter 18 Jahren und nicht berufstätig sind. Voraussetzung: Alle Familienmitglieder leben in einer häuslichen Gemeinschaft. Sind die Kinder bereits volljährig, gilt die Mitversicherung für die Dauer der ersten Ausbildung und nur solange die Kinder ledig sind - auch wenn sie in einer WG am Studienort (als Zweitwohnsitz) leben.

Gerade bei kleineren Kindern lohnt sich eine solche Familienhaftpflicht. Schnell wird beim Spielen im Garten die Fensterscheibe des Nachbarhauses von einem Ball getroffen und beschädigt. Das ist ein klassischer Fall, der gar nicht so selten vorkommt. Übrigens: Mitversichert sind auch Kindermädchen, Stief- oder Adoptivkinder und bei manchen Familienversicherungen sogar die Eltern und Großeltern, selbst wenn sie in einem Pflegeheim wohnen.

Versichert in vielen Schadensfällen

Nicht ganz so häufig wie die vom Ball eingeschossene Scheibe tritt folgendes Szenario auf, das ebenfalls von einer privaten Haftpflichtversicherung abgedeckt wird: Es kommt in der Wohnung zu Schimmelbefall, obwohl immer ordnungsgemäß gelüftet wurde. Der Vermieter macht den Bewohner dafür verantwortlich, doch dieser kann mit einer privaten Haftpflicht derlei unberechtigte Ansprüche abwehren.

Solange keine Absicht oder Straftat vorliegt, zahlt die Versicherung auch Schmerzensgeld für physische und psychische Schäden als unmittelbare oder direkte Folge des Unfalls, beispielsweise wenn jemand mit dem Fahrrad versehentlich eine andere Person angefahren hat oder noch schnell bei Rot über die Ampel wollte, ein Auto ausweichen muss und gegen eine Straßenlaterne schleudert. Das kann in der Hektik des Alltags leicht passieren und dann ist eine private Haftpflichtversicherung Goldwert.

Doppelter Nutzen: Steuern sparen mit Versicherungen

Im Jahr 2017 betrugen die Beiträge der Deutschen für diese Art der Versicherung 7,7 Milliarden Euro. Das ist viel Geld, wenngleich eine solche Versicherung je nach Vertragsumfang schon für 50 Euro im Jahr erhältlich sind. Die finanzielle Belastung kann allerdings gesenkt werden, denn die meisten Versicherungsbeiträge lassen sich als sonstige Vorsorgeaufwendungen von der Steuer absetzen: bei Angestellten, Beamten und Rentnern bis zu 1.900 Euro jährlich, bei Selbständigen und Freiberuflern 2.800 Euro pro Jahr. Vor allem Geringverdiener profitieren davon, weil ihre Sozialversicherungsbeiträge nicht so hoch sind und oft genug Spielraum bleibt bis zur Freigrenze.

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