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Erbschaftssteuer sparen
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So vererben Sie richtig

Wenn Sie in Ihren eigenen vier Wänden wohnen, sollten Sie sich frühzeitig Gedanken darüber machen, wie und wann die Eigentumsübertragung erfolgen soll. Dabei können sowohl eine Vererbung als auch eine Schenkung des Hauses zu Lebzeiten in Betracht kommen. 

Dr. Dietmar Kowertz: Verbraucherschutz-Experte
Expertenrat von 
Dr. Dietmar Kowertz, Verbraucherschutz-Experte

Verschenken spart Steuern

Der Fiskus wäre nicht der Fiskus, würde er nicht auch beim Verschenken seinen Teil abhaben wollen. Die Schenkungssteuer entspricht zwar weitestgehend der Erbschaftsteuer, dennoch bestehen ein paar Unterschiede, die sich für Sie in barer Münze auszahlen können.

Freibeträge mehrfach nutzen!

Anders als bei einer Erbschaft, kann der Begünstigte seinen Freibetrag mehrmals nutzen, und zwar alle zehn Jahre erneut! In vielen Fällen wird es sich also auszahlen, die Übertragung der Immobilie entsprechend zu stückeln. Dabei gilt: Je frü- her Sie die Immobilienübertragung angehen, desto höher wird die Steuerersparnis sein.

Steuerfrei schenken!

Selbst das ist möglich, denn eine Zuwendung des selbstbewohnten Familienheims an den Ehe- oder eingetragenen Lebenspartner ist komplett von der Schenkungsteuer befreit! Immobilien, die fremdvermietet sind und/oder der Kapitalanlage dienen, sind von dieser Regelung jedoch ausgenommen

Die Kehrseite der Medaille

Eine Schenkung ist zunächst einmal unwiderruflich – es sei denn, im Schenkungsvertrag werden Rückholmöglichkeiten für außergewöhnliche Umstände vereinbart, z.B. für den Fall, dass der Beschenkte Insolvenz anmelden muss, dass er vertragsbrüchig wird oder dass er vor dem Schenkenden verstirbt.

Weitaus rigoroser greift eine gesetzliche Regelung, wonach Schenkungen zehn Jahre lang zurückgefordert werden können – wenn der Schenker nach der Schenkung auf das verschenkte Vermögen angewiesen sein sollte. Das kommt häufiger vor, als man denkt. In ca. 360.000 Fällen pro Jahr(!) fordern Sozialämter die Schenkungen der letzten zehn Jahre von den Angehö- rigen zurück. Da die das Geschenkte oft nicht so ohne Weiteres wieder hergeben wollen bzw. können, ziehen sich die Gerichtsverfahren zum Teil über Jahre hin.

Aus Sicht der Schenker und Beschenkten fallen die Urteile dabei meist sehr restriktiv aus. Tenor der Rechtsprechung: Wer eine größere Schenkung veranlasst hat und wenige Jahre später keine ausreichenden Mittel zur Bestreitung seines Lebensunterhalts mehr besitzt, hat seine Bedürftigkeit nach § 528 BGB selbst verschuldet. Der Gesetzgeber argumentiert dann: Hätte der Schenker auf die Schenkung verzichtet, wäre er jetzt nicht bedürftig. Daraus folgt, dass er keinerlei Anrecht auf Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II geltend machen kann und die Schenkung zurückfordern muss!

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