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Verträge richtig kündigen
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So kündigen Sie lästige Verträge richtig

Ob Online oder über einen Makler: viele Käufe und Vertragsabschlüsse stellen sich später als Fehlentscheidung heraus. Wir erklären, wie Sie ungeliebte Verträge einfach wieder loswerden. 

Dr. Dietmar Kowertz: Verbraucherschutz-Experte
Expertenrat von 
Dr. Dietmar Kowertz, Verbraucherschutz-Experte

Kabelfernsehen

Die Verträge mit Kabelanbietern haben in der Regel eine Laufzeit von 12 Monaten, bei modernen Kombianschlüssen (TV, Internet und Telefon) sind sogar 24-Monats-Verträge üblich. Auch hier ist eine außerordentliche Kündigung nur nach einem Umzug möglich – etwa, wenn ihre neue Wohnung über keinen entsprechenden Kabelanschluss verfügt. Gut zu wissen: Wenn Sie Ihren neuen DSL-, Kabel- und/oder Festnetzvertrag telefonisch oder online bestellt haben, können Sie diesen innerhalb von 14 Tagen nach Eingang der Auftragsbestätigung – ohne Angabe von Gründen – widerrufen.

Versicherungen

Viele Versicherungen sind einfach unnötig und können getrost gekündigt werden. Beispiele: Reparatur-, Glasbruch-, Diebstahl-, Insassenunfallversicherungen. Auch hier gilt: Nach Abschluss eines Vertrags können Sie binnen 14 Tagen zurücktreten. Bei Lebensversicherungen gibt es für den Widerruf eine verlängerte Frist von 30 Tagen. Ansonsten gilt meist eine Kündigungsfrist von einem Monat vor Vertragsende. Wenn Sie Ihr Auto verkaufen, enden automatisch Haftpflicht- und Kasko-Beiträge. Zu Kranken- und Reiseversicherungen siehe BENEFIT Spezialreport „Gut und günstig versichert“ 1/2015.

Ratenkredit

Einen Ratenkredit können Sie immer vorzeitig kündigen bzw. zurückzahlen. Allerdings darf die Bank dann zusätzlich zur Restsumme eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Diese liegt, je nach Restlaufzeit, bei maximal einem Prozent. Also bei 10.000 Euro Restsumme werden schlimmstenfalls 100 Euro fällig. Wichtig: Diese verbraucherfreundliche Obergrenze gilt nur für Kredite, die nach dem 11. Juni 2010 abgeschlossen wurden. Hypothekendarlehen dürfen Sie unabhängig von der Zinsbindungsfrist nach zehn Jahren kündigen – ohne Strafzinsen.

Sportstudio

Wer schon nach kurzer Zeit keine Lust mehr hat, sich im Fitness-Studio zu quälen, hat oft schlechte Karten. In der Regel laufen die Verträge über 24 Monate. Ein unbegründeter Ausstieg ist vorher nicht möglich. Wirksam kündigen können Sie nur bei Krankheit oder einem Umzug in eine andere Stadt (wenn der Anbieter nicht auch dort vertreten ist) sowie einer Angebotsänderung des Fitness-Studios. Im Krankheitsfall gilt eine besondere Regel: Das Studio kann ein Attest verlangen, das Ihre Sport-Untauglichkeit bestätigt. Jedoch darf es weder einen bestimmten Arzt vorschreiben, geschweige denn Auskunft über die Art Ihrer Krankheit verlangen. Das geht den Studiobetreiber nichts an!

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