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Weihnachtsmenü mit Weihnachtsdekoration
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Weihnachtsmenü: Das große Fressen?!

Die 6 besten Tipps gegen Völlerei in der Weihnachtszeit

Der zweite Advent steht vor der Tür, und mit ihm beginnt spätestens die Zeit der unzähligen Weihnachtsleckereien: Süßigkeiten, Plätzchen, Kinderpunsch. Nicht nur zu Hause, sondern in der Schule, im Kindergarten, beim Einkaufen oder beim Besuchen von Freunden, bei der Verwandtschaft oder auf dem Christkindle-Markt lauern diese köstlichen Versuchungen. Welches Kind kann da schon widerstehen? Muss es auch nicht, schließlich wäre ohne Plätzchen & Co. Weihnachten nicht das, was es ist. 

Expertenrat von 
Dipl. oec. troph. Marion Jetter, Ernährungsberaterin, freiberufliche Journalistin

Trotzdem sollten Sie den Überblick behalten, was und vor allem wie viel Ihr Kind nebenbei nascht. Hier finden Sie die dicksten Kalorienfallen und erfahren, wie Sie sie mit Ihrer Familie umgehen können.

1. Kalorienfalle – das Weihnachtsmenü: Es geht auch festlich ohne Fett

Weihnachten: Zeit zum Genießen und ausgiebigen Schlemmen mit der ganzen Familie. Doch es geht auch festlich und trotzdem leicht

So entschärfen Sie das Weihnachtsmenü

Ob Weihnachtsgans oder gefüllter Truthahn: Specken Sie das Traditionsessen ab, indem Sie leichte Beilagen wie beispielsweise Salat und Kartoffeln statt Buttergemüse und Knödel dazu servieren.

Anstelle eines üppigen Nachtischs tut es auch ein Obstsalat.

Und was ich persönlich seit vielen Jahren einsetze: eine Fettabschöpfkanne. Mit ihr bekommen Sie aus Soßen oder Suppen ganzeinfach das überflüssige Fett weg. Selbst meine Schwiegermutter setzt den genialen Fettsparer mittlerweile regelmäßig ein.

2. Kalorienfalle – der Plätzchenteller des Weihnachtsmenüs: Vereinbaren Sie eine Keks-Stunde

Je nach Sorte schlägt ein Plätzchen mit 50 bis 100 Kalorien zu Buche. Und zugegeben: Bei einem Plätzchen bleibt es ja meistens nicht. So kommt mit ein paar Griffen in die Plätzchendose schnell eine (kalorientechnisch) zusätzliche Hauptmahlzeit zusammen.

So entschärfen Sie den Plätzchenteller

Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind folgende Regel: Plätzchen-Ess-Start ist der erste Advent.

Zelebrieren Sie eine Keksstunde mit Vorlesen, Kinderpunsch und ein paar(!) selbst gebackenen Plätzchen.

Ihre Kinder sollten keinen freien Zugang zu dem Weihnachtsgebäck haben, sondern vor dem Naschen fragen.

3. Kalorienfalle – der Nikolaustag: Schenken Sie Spielzeug statt Schokolade

Am 5. bzw. 6.Dezember kommt der Nikolaus. Unmengen an Schokoladen-Nikoläusen locken aber schon Wochen vorher in den Regalen. Hier heißt es standhaft bleiben!

So entschärfen Sie den Nikolaustag

Süßigkeiten im Nikolaussäckchen sind meist kein sonderlich einfallsreiches Geschenk. Kinder freuen sich viel mehr über ein kleines Spielzeug, ein Buch oderetwas zum Basteln.

Auch Mandarinen, Nüsse und exotische Früchte kommen bei Kindern gut an.

4. Kalorienfalle – der Weihnachtsmarkt: Setzen Sie auf Maroni statt gebrannte Mandeln

Das ganze Jahr über freuen sich alle auf den Weihnachtsmarkt – das ist auch gut so. Das kulinarische Angebot besteht jedoch meist aus Bratwurst, Kartoffelpuffern und überzuckerten Mandeln.

So entschärfen Sie den Weihnachtsmarkt-Besuch

Wenn Sie mit Ihrer Familie wirklich nur einmal auf den Weihnachtsmarkt gehen: Genießen Sie es, und streichen Sie im Anschluss das Abendessen.

Wenn es jedoch öfter vorkommt, sollten Sie sich an Maroni statt an gebrannte Mandeln oder an Crêpes statt Stollen halten. l Wichtig ist, dass Sie unbedingt den Überblick behalten, was Ihr Kind so alles vertilgt.

5. Kalorienfalle – der Adventskalender: Es muss nicht immer Süßes sein

Der Adventskalender ist für Kindereinfach ein Muss und versüßt die Vorfreude auf Weihnachten. Werden die 24 Türchen jedoch mit riesigen Naschportionen gefüllt, wird er schnell zur Kalorienfalle.

So entschärfen Sie den Adventskalender

Stecken Sie nicht nur Süßigkeiten, sondern auch andere Kleinigkeiten wie eine Haarspange, Stifte odereinen Gutschein für gemeinsame Unternehmungen in den Kalender.

Natürlich darf ab und zu etwas zum Naschen in den Kalender, aber eben nicht täglich.

Bei uns gilt auch zur Weihnachtszeit die „Sweet of the day“-Regel: eine Süßigkeit pro Tag.

6. Kalorienfalle – Bewegungsmangel: Raus, raus, Ihr Stubenhocker!

Eine der größten Fallen in der kalten Jahreszeit ist die Stubenhockerei. Erstens rutscht so das Bewegungskonto Ihres Kindes ins Minus, und zweites istes auch ständig in Reichweite der Plätzchenvorräte.

So bringen Sie Ihr Kind (und sich selbst) in Bewegung

Wenn das Wetter nicht allzu schlecht ist: nichts wie raus ins Freie! Animieren Sie Ihr Kind zum Schlittenfahren, zu einer Schneeballschlacht oder zu einem Waldspaziergang. Wer sich mehr bewegt, verbraucht auch mehr Kalorien und denkt zudem nicht so viel ans Essen.

Der freie Zugang in gewissen Grenzen: Mit dem Token-System lernt Ihr Kind seine Willensstärke zu kontrollieren

Bei dieser Übung lernt Ihr Kind selbstständig zu entscheiden, wann es welche Leckereien pro Woche verzehrt. Also alle 7 auf einmal, jeden Tag ein wenig oder vielleicht auch einen Tag pro Woche gar keine Süßigkeit.

So funktioniert’s: Ihr Kind erhält 7 Marken (Token) für eine Woche. Wenn es etwas Süßes haben möchte, muss es Ihnen jeweils eine Marke geben. Dafür erhält es dann eine kleinere, vorher vereinbarte Menge des Gewünschten (z. B. Weihnachtsplätzchen). Allerdings gelten auch folgende Regeln: Ganz gleich was Ihr Kind für einen Unsinn anstellt, die Eintauschregel darf davon nicht berührt sein. Zudem gilt: Außer diesen Süßigkeiten darf Ihr Kind keine weiteren Schleckereien erhalten. Meine Erfahrung hat gezeigt: Es ist sinnvoll, sich in diesem Fall unbedingt mit Bezugspersonen wie den Großeltern abzusprechen. Denn wenn es weitere Süßigkeitenquellen gibt, hat die Übung natürlich keinen Wert.

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