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8 Gesundheits-Mythen rund um Erkältungen

Schnupfen & Co. sind häufig, insbesondere bei Kindern. Deshalb sollten Sie als Eltern darüber Bescheid wissen. Doch nicht alles, was landläufig als Tatsache rund um das Thema Erkältung angesehen wird, stimmt auch wirklich. Wir entlarven für Sie einige häufig gehörte Mythen. 

Expertenrat von 

4. Kinder, die ständig erkältet sind, haben ein schwaches Immunsystem

Stimmt nicht! Acht bis zwölf Infekte pro Jahr gelten bei Klein- und Kindergartenkindern noch als normal, insbesondere wenn sie gerade erst in die Krippe oder den Kindergarten gekommen sind. Wenn Ihr Kind ständig Erkältungskrankheiten hat, sind zwar die Symptome jedes Mal ähnlich, doch sind es immer wieder andere Erreger, mit denen es sich herumplagt. Das verwundert nicht, wenn man weiß, dass es allein mehr als 100 unterschiedliche Schnupfenviren gibt. Viel wichtiger als die Anzahl der Infekte ist deren Ablauf. Wenn es im Rahmen einer Erkältung bei Schnupfen, leichtem Husten sowie eventuell leichtem Fieber an den ersten beiden Tagen bleibt und wenn Ihr Kind sich nach einem Infekt rasch wieder erholt, ist alles im grünen Bereich. Tritt bei jeder Erkältung aber gleich eine Bronchitis auf, oder hat Ihr Kind jedes Mal eine Mittelohrentzündung, liegt meist ein lokales Problem vor, etwa eine Asthmaneigung beziehungsweise ein Paukenerguss (Flüssigkeit im Mittelohr).Verdacht auf eine allgemeine Immunschwäche besteht z. B., wenn Ihr Kind acht oder mehr eitrige Mittelohrentzündungen pro Jahr hat, wenn es zweimal pro Jahr oder öfter unter einer Lungenentzündung leidet, oder wenn es an einer schweren Infektion wie Knochenmarks- und Hirnhautentzündung erkrankt.

Mein Tipp:
Um die Abwehrkräfte zu steigern, sind kalte Güsse nach Pfarrer Kneipp äußerst wirksam. Beginnen Sie am Anfang ganz sanft, dann gewöhnen sich auch Kleinkinder ohne großes Geschrei daran: Wenn Ihr Kind in der Badewanne sitzt, können Sie mit dem Duschschlauch (Brausekopf bitte abschrauben) seinen Unterarm kühl abgießen. Beginnen Sie an der Außenseite des Armes von den Fingern aufwärts bis zum Ellbogen und an der Innenseite wieder nach unten in Richtung Hand. Anschließend wird der Arm gleich wieder im warmen Badewasser aufgewärmt, und nach einer kurzen Pause kommt der andere Arm dran. Diese kalten Güsse können Sie allmählich auf den ganzen Arm ausdehnen. Ist Ihr Kind daran gewöhnt, und akzeptiert es den Armguss, dürfen Sie nach demselben Schema den Unterschenkel und später sogar das ganze Bein bis zum Oberschenkel abgießen. Danach jedes Mal im warmen Wasser gut aufwärmen! 


5. Wer genügend Vitamin C zu sich nimmt, bekommt keine Erkältung

Falsch, schließlich ist ein Schnupfen keine Vitaminmangelkrankheit. Es ist richtig, dass Vitamin C wichtig für die Abwehr von Krankheitserregern ist. Es unterstützt die Abtötung von Erregern und fördert die Bildung sowohl von Antikörpern als auch von Interferonen – beide unverzichtbar für die Krankheitsabwehr. Doch kann eine Mega-Dosis Vitamin C auch nicht vor Schnupfen schützen. Obwohl Vitamin C für die Abwehr unverzichtbar ist, ist die Wirkung von Vitamin-C-Gaben nicht sehr überzeugend, denn in mehr als 50 wissenschaftlichen Studien zeigte sich kein eindeutiger Schutzeffekt gegen Erkältungen. Die Erkältungshäufigkeit ließ sich nicht senken. Tägliche Vitamin-C-Gaben (200 mg bei Schulkindern) konnten bei Kindern jedoch die Dauer einer Erkältung um 14 Prozent verkürzen. Das heißt, die Erkältung war um etwa einen Tag früher abgeklungen als ohne Vitamin C.

Mein Tipp:
Damit der Schnupfen einen Tag schneller abklingt, ist für Kinder unter sechs Jahren die regelmäßige tägliche Gabe von etwa 150 mg Vitamin C erforderlich. Diese Menge steckt z. B. in zwei Kiwis, eineinhalb roten Paprikaschoten oder einem Glas (200 Milliliter) Schwarzer-Johannisbeersaft. Ein halber Cerola Vitamin-C-Taler (Dr. Grandel, aus dem Reformhaus, 32 Taler 16,50 ?) liefert 200 mg Vitamin C. 

 

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