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Lernpensum schaffen
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Lernpensum schaffen: So geht's!

Die Anforderungen an Schulkinder sind nicht immer gleich hoch. Es gibt Wochen, in denen es eher geruhsam zugeht und die Hausaufgaben rasch erledigt sind. Vor den Ferien oder den Zeugnissen sieht es oft anders aus. Dann jagt eine Arbeit die andere, und Leistungsüberprüfungen sind fast an der Tagesordnung. Gar nicht leicht, sich darauf einzustellen und das Lernpensum immer angemessen zu bewältigen. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

6 Tipps für gut strukturierte Vorbereitungen auf das Lernen

  1. Klären Sie ab, ob Leistungsüberprüfungen angekündigt werden oder ob Arbeiten und Proben grundsätzlich ohne Ankündigung geschrieben werden (in Bayern werden Proben z.B. nicht angekündigt).
  2. Fragen Sie beim Lehrer Ihres Kindes nach, wie viele Klassenarbeiten an der Schule Ihres Kindes pro Halbjahr vereinbart sind.
  3. Lassen Sie sich ebenfalls halbjährlich die Themen der Klassenarbeiten in den Hauptfächern geben.
  4. Überprüfen Sie das Hausaufgabenheft Ihres Kindes regelmäßig darauf, ob eine Arbeit angekündigt wird.
  5. Fragen Sie nach, ob es zusätzliche Aufgaben oder Aufträge gegeben hat, die nicht notiert wurden (beispielsweise Fotos für Sachkunde oder spezielle Materialien wie Pinsel und Farbe).
  6. Sprechen Sie jeden Tag, etwa beim Mittagessen, über den Schultag und seine Ereignisse. So fällt Ihrem Kind vielleicht noch etwas ein, was es vorbereiten sollte.

Lernpensum bewältigen: Was Sie nicht tun sollten

Unterstützen Sie Ihr Kind stets so, dass es etwas dabei lernt. Ziel sollte immer das selbstständige Umgehen mit den Anforderungen der Schule sein. Diese Tipps helfen dabei:

  • Nehmen Sie Ihrem Kind keine Aufgaben ab, die es gut selber erledigen kann. Dazu gehört auch der Anruf bei einem Freund wegen vergessener Hausaufgaben oder das Kontrollieren des Aufgabenheftes.
  • Machen Sie keine Hausaufgaben für Ihr Kind, sondern informieren Sie lieber die Lehrerin, dass Ihr Kind das Pensum in der üblichen Zeit nicht geschafft hat.
  • Schränken Sie das Hobby Ihres Kindes nicht zugunsten des Lernpensums ein. Trotz Schule muss es möglich sein, dass Ihr Kind Freizeit hat und sich mit Freunden trifft.

Lernstoff verarbeiten: Auf den Zeitpunkt kommt es an

Es ist bekannt, dass Informationen, die Kinder vor einer größeren Pause oder Ruhephase aufgenommen haben, am besten und längsten behalten. Das Gehirn wird dann nicht in schneller Folge mit neuen Details gefüttert, sodass Ihr Kind Zeit hat, das Gelernte in Ruhe zu verarbeiten. Je intensiver es über die Informationen nachdenkt, desto länger wird es sich daran erinnern. Ganz wichtige Lerninhalte sollten also zum richtigen Zeitpunkt erarbeitet werden.

Große Pausen sind allerdings im Tagesablauf eines Grundschülers selten geworden. Doch die kleinen tun es auch:

  • zum Beispiel vorm Spazierengehen,
  • vor dem Schlafengehen
  • oder vor einer Auto- bzw. Busfahrt.

Das kostet Zeit: Wenn das Gehirn mit etwas anderem beschäftigt ist, zum Beispiel in Erwartung eines spannenden Films oder Computerspiels, im Ärger oder Zorn, in Erwartung eines besonderen Ereignisses (Geburtstagsgäste, Auftritt, Turnier).

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