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Warum es so wichtig ist, Jugendliche loszulassen

Teenager versuchen oft mit allen Mitteln, sich von ihren Eltern abzugrenzen. Das gelingt ihnen am besten, wenn sie zu ihnen eine vertrauensvolle, aber nicht zu enge Beziehung haben. Doch auch Eltern müssen etwas dazu beitragen, dass die Kinder sich abnabeln können. In diesem Beitrag geht es darum, warum es so wichtig ist, Kinder nach und nach freizugeben, und wie Sie selbst gut damit klarkommen. 

Expertenrat von 
Felicitas Römer, Paar- und Familientherapeutin

Autonom werden: Wie Ihr Kind unabhängig wird und wie Sie diesen Prozess unterstützen können

Man unterscheidet in der Entwicklungspsychologie vier Formen von Unabhängigkeit, die der junge Mensch erreichen soll:

1. Emotionale Unabhängigkeit. Der Jugendliche muss lernen, sich emotional von seinen Eltern abzugrenzen. Je besser ihm das gelingt, umso unabhängiger ist er dann von der Wertschätzung und Anerkennung seiner Eltern. Ein emotional unabhängiger Mensch ist nicht darauf angewiesen, dass andere sein Tun und Lassen „absegnen“, und kann so eigenverantwortliche Entscheidungen treffen.

Sie können Ihr Kind bei diesem Prozess unterstützen, in dem Sie ihm eigene Entscheidungen zugestehen und diese auch dann akzeptieren, wenn Sie eventuell anders entschieden hätten. Ein junger Mensch muss auch einmal eine „falsche“ Entscheidung treffen dürfen – er übt ja noch!

2. Funktionelle Unabhängigkeit. Der Jugendliche muss lernen, seinen Alltag selbst zu regeln, z. B. alleine aufzustehen, sich das Frühstück zu machen, Wäsche zu waschen, Busverbindungen herauszusuchen, Verabredungen zu treffen, sich um Behördenangelegenheiten und Arztbesuche zu kümmern etc.

Sie können Ihr Kind dabei unterstützen, indem Sie ihm immer mehr kleinere Alltagsaufgaben übertragen. Am Anfang mag etwas Unterstützung nötig sein, doch mit der Zeit sollte sich der Jugendliche selbst dafür verantwortlich fühlen. Das geht allerdings nur, wenn Sie auch „riskieren“, dass Ihr Kind sich mal kein Frühstück macht oder einen Arztbesuch verschwitzt, ohne dass Sie gleich wieder „auf der Matte stehen“ und Ihrem Kind aus der Patsche helfen.

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Kommentare zu "Warum es so wichtig ist, Jugendliche loszulassen"
  • Dagmar schreibt am 31.03.2014

    Hui der Herr Rogge hat immer lebensweißheiten da wird mir angst und bange! Und ich habe schon ein Kind in der Pupertaet. Sind die wirklich so? ich kann mir das nicht vorstellen. Mit meinen Sohn komme ich bestens zurecht und wir haben durchaus ein freundschaftliches Verhältnis zu einander warum sollte man das den nicht haben! Ich glaube es kommt mehr darauf an wie man mit seinen Kind umgeht denn wirklich bestrafen muss ich meine Kinder nicht, wo zu auch. Ich finde viele Aussagen von Herrn Rogge total übertrieben, vielleicht sollte er das noch mal überdenken was er da schreibt!!!!!
    Liebe Grüße Dagmar
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