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Wie Sie mit positiver Kommunikation Konflikte erfolgreich lösen

Positive Kommunikation ist – wie könnte es anders sein – das Gegenteil von negativer Kommunikation. Unter dem Begriff der „negativen Kommunikation“ können Sie all das Verhalten zusammenfassen, das entweder zu keiner nachhaltigen Lösung eines Konflikts beiträgt oder die Lösung von Konflikten gänzlich verhindert. Unter dem Begriff der „positiven Kommunikation“ möchten wir Ihnen hier nun eine Auswahl von Kommunikationsstrategien vorstellen, ohne die es zu keiner echten Lösung eines Konflikts kommen könnte. 

Expertenrat von 

Positive Strategie 4: Auf Körpersprache achten – Körpersprache gezielt einsetzen

  • Um Missverständnisse und Streit zu vermeiden, sollte Ihre Körpersprache, also Ihre Gestik, Mimik, Haltung und Stimme, mit Ihrer inhaltlichen Nachricht übereinstimmen. Die Botschaft „Echt tolles T-Shirt!“ kann Ihr Kind nämlich nur dann als Kompliment verstehen, wenn Ihre Körpersprache (z. B. verschränkte Arme, abschätziger Klang in der Stimme) nicht das genaue Gegenteil sagt („Finde ich total bescheuert!“).
  • Achten Sie außerdem darauf, dass Ihre Körpersprache zum Beispiel auch beim Zuhören nicht dominant oder gar genervt wirkt (fehlender Blickkontakt, Ihr Kind sitzt zusammengekauert, Sie bleiben betont selbstbewusst stehen). Auch hier sollte Ihre Körpersprache Ihre positive innere Haltung zu Ihrem Kind widerspiegeln.
  • Sie können Ihre Körpersprache aber auch gezielt einsetzen, zum Beispiel um die schlechte Stimmung Ihres Kindes während des Gesprächs aufzuhellen. Ist Ihr Kind zum Beispiel traurig, weil es eine schlechte Note zurückbekommen hat, dann können Sie es zunächst trösten, indem Sie genauso gucken, sitzen und reden wie Ihr Kind (Spiegeln der Körpersprache). Wollen Sie nun aber, dass Ihr Kind neuen Mut fasst und wieder zu lernen beginnt, dürfen Sie in dieser Haltung nicht verharren. Richten Sie sich während des Gesprächs langsam auf, festigen Sie Ihre Stimme, und nehmen Sie einen zuversichtlichen Gesichtsausdruck an. Folgt Ihnen Ihr Kind und verändert es nun auch seine Körpersprache, haben Sie Ihr Ziel erreicht (Führen durch Körpersprache).

 

Positive Strategie 5: Loben und belohnen

Lob und Belohnung sind „freundliche“ Formen der Manipulation. Sie sind die Kehrseite von Kritik und Strafe, können aber schnell wieder dazu werden, wenn sie nicht mit Bedacht eingesetzt werden.

Unser Rat: Belohnen Sie eher unerwartet und zwischendurch!
Vor allem Belohnungen können ähnlich wie Strafen den Grund des Handelns verändern. Nicht aus Einsicht lernt dann Ihr pubertierender Nachwuchs zum Beispiel mehr, sondern um sich seine Belohnung zu verdienen. Besser ist es daher, wenn Sie Ihr Kind ab und zu mal zwischendurch mit einer Belohnung überraschen. So erwartet es keine regelmäßige Belohnung für eine bestimmte Leistung, es freut sich aber darüber, dass Sie seine Bemühungen wahrnehmen und von Zeit zu Zeit anerkennen.

 

Beachten Sie beim Loben wichtige Regeln!

Damit Ihr Kind das Lob auch als Lob und nicht als Kritik wahrnimmt, sollten Sie folgende Regeln dabei beachten: Loben Sie

  • ehrlich und sofort (sonst verliert das Lob an Bedeutung),
  • positiv („Toll, dass du eine 3 geschrieben hast.“, statt „Prima, dass es diesmal nicht wieder eine 4 ist“),
  • häufiger die Bemühungen als das Ergebnis (der Weg ist das Ziel – loben Sie alles Lobenswerte auf diesem Weg),
  • konkret („hervorragender Textaufbau“, statt „super Text“),
  • Ihr Kind und nicht sich selbst (statt „Na, da haben wir ja genau das Richtige gelernt“ sagen Sie „Prima, du hast dich genau richtig vorbereitet“),
  • alternativ in Ich-Botschaften (Lob ähnelt einer Du-Botschaft, mit der Sie Ihr Kind aus einer überlegenen Position beurteilen. Loben Sie alternativ: „Ich habe mich riesig gefreut…“, „Ich war angenehm überrascht …“).
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Kommentare zu "Wie Sie mit positiver Kommunikation Konflikte erfolgreich lösen"
  • Dorothee schreibt am 16.10.2014

    Dieser Artikel hat mir sehr gut gefallen. Er war vielschichtig. Es gab ein (wenn auch sehr kurz gehaltenes) Beispiel. Was mich besonders gefreut hat ist, dass das Thema "Körpersprache in der Erziehung" aufgegriffen wurde. Dieses Thema wird leider allgemein vernachlässigt. Es gibt kaum Eltern-Literatur dazu und das, obwohl ca. 50% der Kommunikation via Körpersprache laufen und noch mal ca. 30% über Mimik.
    Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich dieses Themas weiterhin schwerpunktmäßig annehmen würden.

    Liebe Grüße,

    D. Schaefer
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