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Gerade in der Pubertät sind Stimmungsschwankungen, launisches Verhalten oder auch eine kurzzeitige Traurigkeit ganz normal – sie gehören zur alterstypischen Entwicklung einfach dazu.
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Diese 6 Gewürze & Kräuter helfen bei Depressionen und Stimmungstiefs

Sanfte Hilfe für Teenager

Gerade in der Pubertät sind Stimmungsschwankungen, launisches Verhalten oder auch eine kurzzeitige Traurigkeit ganz normal – sie gehören zur alterstypischen Entwicklung einfach dazu. Ich erkläre Ihnen hier, wie Sie Ihrem Kind dabei helfen, eine Depression zu überwinden, und welche natürlichen Kräuter Sie dabei unterstützen können. 

Expertenrat von 
Dipl. oec. troph. Marion Jetter, Ernährungsberaterin, freiberufliche Journalistin

Auch Kindern können unter Depressionen leiden

Das Spielzeug lässt Ihr Kind einfach liegen. Im Essen stochert es lustlos herum. Abends kann es nicht einschlafen. Gleichzeitig wirkt es oft traurig und teilnahmslos. Vielleicht fragen Sie sich, woran das liegen könnte? Ob schlechte Noten, Mobbing in der Schule oder Liebeskummer: Es gibt viele Faktoren, die für Kinder eine so starke Belastung darstellen, dass sie eine Depression auslösen können.

Und auch eine Studie am Hamburger Universitätsklinikum belegt: Knapp 1 Prozent der Vier- bis Sechsjährigen sind depressiv. Die Zahlen entsprechen Untersuchungen aus den USA: Dort waren knapp 1 Prozent der Vorschulkinder, 2 Prozent der Schulkinder sowie zwischen 2 und 8 Prozent der Jugendlichen von einer Depression betroffen.

6 Gewürze und Kräuter, die natürlich bei Depressionen helfen

1. Safran – das „Gewürz der Glückseligkeit“

Schon der Duft von Safran sorgt dafür, dass Ihr Kind sich sofort besser fühlt. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gilt Safran seit jeher als „Gewürz der Glückseligkeit“. Eine iranische Studie aus dem Jahr 2015 bestätigt die These: Safran kann tatsächlich dieselbe Wirkung wie ein verschreibungspflichtiges Antidepressivum entfalten. Er muntert auf und verhilft zu mehr Lebensfreude. Schon täglich kleine Mengen des Gewürzes (0,03 g) reichen aus, um eine Wirkung zu erzeugen. Safran wird gern in der indischen Küche verwendet, ist aber auch eine wichtige Zutat in der spanischen Paella, in italienischem Risotto und in der südfranzösischen Fischsuppe Bouillabaisse.

Mein Tipp: Geben Sie Safran als Gewürzeinfach ins Essen (z. B. Reis-Gemüse-Pfanne, Spaghetti), oder kochen Sie Ihrem Kind einen Safrantee (2 Safranfäden pro Kanne, Ziehzeit: 10 Minuten). Wenn Ihrem Kind der Tee zu bitter schmeckt, können Sie ihn mit Kamillenblüten oder Zitronenscheiben schmackhaft machen. Achtung: Schwangere und Kinder unter sechs Jahren sollten Safran nicht zu sich nehmen.

2. Kurkuma sorgt für Glückshormone

Kurkuma, auch Gelbwurz genannt, ist in Currypulver enthalten und verleiht asiatischen Gerichten eine besondere Note. Doch auch aus der Medizin ist der enthaltene Wirkstoff Curcumin nicht mehr wegzudenken, weil er die Ausschüttung von körpereigenen Glückshormonen anregt. Verwenden Sie deshalb so oft wie möglich Kurkuma zum Verfeinern von Mahlzeiten. Das feine Aroma passt sowohl zu herzhaften Gerichten wie auch zu süßen Desserts wie zum Beispiel Mango-Mousse oder -Smoothie. Auch hier gilt: Kleine Mengen (1/4 Teelöffel) sind vollkommen ausreichend.

3. Rosmarin wirkt gegen Konzentrationsschwäche und Depressionen

Das intensive Küchenkraut ist nicht nur eine köstliche Zutat vieler mediterraner Gerichte, sondern hat auch viele gesundheitliche Vorteile. Kinder, die unter Konzentrationsschwäche und/oder Depressionen leiden, können durch die enthaltenen ätherischen Öle deutliche Verbesserungen verspüren. Auch bei Schlafstörungen und Unruhe hat sich Rosmarin mit seiner beruhigenden Wirkung bewährt. Am besten entfaltet sich die Wirkung der ätherischen Öle in einem Vollbad (ca. 10 Tropfen). Rosmarinöl bekommen Sie in der Apotheke.

4. Thymian lindert depressive Stimmungsschwankungen

Thymian ist Ihnen sicher als Hustenlöser bekannt. Doch das mediterrane Kraut kann noch mehr: Es stärkt das Selbstbewusstsein und lindert depressive Stimmungsschwankungen. Verantwortlich für diesen Benefit ist Lithium, ein Mineral, das schon seit Jahrhunderten bei depressiven Störungen eingesetzt wird. Hinzu kommt die Aminosäure Tryptophan, die den Schlaf fördert. Probieren Sie es doch einfach mal aus. Thymian passt zu so gut wie jedem Gericht (ob Pizza, Pasta, Salat oder Kartoffeln) und schmeckt auch als Teelecker.

5. Kakaobohnen senken den Stresspegel

Dass Schokolade die Laune verbessert, ist nicht neu. Viel wirksamer und kalorienärmer als die Süßigkeit ist jedoch das naturbelassene Kakaopulver, denn es enthält eine große Menge an Flavonoiden sowie Theobromin, Dopamin und Serotonin, die eine stimmungsaufhellende Wirkung haben und den Stresspegel im Körper senken.

Mein Tipp: 1 Esslöffel Bio-Kakaopulver (ungesüßt) in 200 ml warmer Milch auflösen und eventuell mit wenig Kokoszucker nachsüßen.

6. Zimt verbessert Konzentration, Gehirnleistung und Aufmerksamkeit

Es gibt wohl kaum einen Duft, der bei mir und auch meinen Kindern für ähnlich starke Glücksgefühle sorgt wie das Aroma von frisch gebackenen Zimtschnecken. Das mag natürlich an dem einzigartig leckeren Rezept meiner Mutter liegen, sicher aber auch am Zimt per se. Denn laut Wissenschaftlern kann das Gewürz nicht nur die Konzentration, sondern auch die Gehirnleistung und Aufmerksamkeit verbessern.

Mein Tipp: In Kombination mit Bananen ist Zimt übrigens ein großartiges Einschlafmittel; es bringt aufgedrehte Kinder garantiert zur Ruhe – müssen Sie mal probieren.

 

Ist mein Kind depressiv?

Die Stimmung von Kindern und Jugendlichen schwankt: Mal sind sie wütend, mal traurig. Mal rebellieren sie, mal ziehen sie sich zurück. Mal verweigern sie die Nahrung, mal haben sie plötzlich keine Lust mehr auf ihre Freunde. Ich kann Ihnen sagen: All diese Situationen sind vollkommen normal. Ihr Kind erlernt so soziales Verhalten, übt, sich abzugrenzen und seine eigenen Wege zu gehen. Das ist also kein Grund zur Sorge. Ist Ihr Kind aber häufig traurig, ist es länger als zwei Wochen scheinbar ohne Grund niedergeschlagen, müde und lustlos, sollten Sie sich Rat bei einem Kinderarzt bzw. Kinderpsychologen holen.

Typische Symptome einer Depression bei Kindern zwischen 3 und 6 Jahren:

  • Schlafstörungen, Bauchschmerzen
  • erhöhte Ängstlichkeit
  • aggressives, rebellisches Verhalten
  • Gefühle von Hoffnungslosigkeit
  • Äußerungen, dass keiner Zeit für sie hat

bei Schulkindern im Alter zwischen 6 und 12 Jahren:

  • schulische Probleme, Leistungsknick
  • Appetitlosigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Ängste
  • Schuldgefühle
  • Schlafstörungen
  • Äußerungen, traurig zu sein
  • geliebtes Hobby wird vernachlässigt
  • Abschotten von Freunden und/oder der Familie

Beachten Sie: Eine Depression hat viele Gesichter. Diese Beispiele sind nur einige mögliche Anzeichen einer Depression, die in bestimmten Altersgruppen häufig auftreten. Wenn Siesolche Symptome über mehrere Wochen hinweg bei Ihrem Kind beobachten, könnte dies auf eine Depression hinweisen, aber auch andere Ursachen haben.

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