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Pubertät und Haushaltsarbeit
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Pubertät: So helfen Pubertierende im Haushalt!

Je älter Ihre Kinder werden, umso verständlicher ist es, dass Sie ihre Mithilfe im Haushalt erwarten. Nicht selten gibt es dabei Konflikte, die sich in der Pubertätszeit mitunter zu richtigen Machtkämpfen ausweiten können. Doch wie verhalten Sie sich richtig, damit auch Ihr heranwachsendes Kind in Zukunft stressfreier im Haushalt mithilft?  

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Expertenrat von 
Dr. Jan-Uwe Rogge, Familienberater und Bestsellerautor

So können Sie Ihr pubertierendes Kind zur Mithilfe im Haushalt motivieren

  • Legen Sie für einen bestimmten Zeitraum (mindestens vier Wochen) fest, welche Aufgaben Ihr pubertierendes Kind übernehmen soll.
  • Die Aufgabe muss alters- und entwicklungsangemessen sein. Ein Elfjähriger muss andere Aufgaben erfüllen als ein 15-Jähriger. Die zugewiesenen Aufgaben können sich also im Pubertätsverlauf ändern. So kann ein elfjähriges Kind zum Beispiel schon abspülen und staubsaugen. Ein 15-jähriger Jugendlicher kann hingegen schon einen größeren Einkauf bewältigen oder auf die jüngeren Geschwister aufpassen.
  • Achten Sie auf regelmäßige Aufgaben (z. B. täglich oder wöchentlich). Vermeiden Sie Beliebigkeit, die wirkt sich demotivierend aus.
  • Schreiben Sie die abgesprochenen Aufgaben in Form eines „Vertrags“ auf. Hängen Sie diesen an einer gut sichtbaren Stelle (z. B. Küche, Flur) auf. Lassen Sie sich dieses Blatt von Ihrem Pubertierenden mit Datum und Gültigkeitsdauer unterzeichnen. Nebenbei: Heranwachsende in diesem Alter sind oft „vertragsgeil“!

  • Erinnern Sie Ihr Kind an den Vertrag. Wenn die Aktivität erst am Nachmittag zu erledigen ist, machen Sie das aber nicht schon am Morgen. Pubertierende sind vergesslich.
  • Wenn Pubertierende auf Ihre Aufforderung mit „Mach ich gleich“ antworten, dann erwidern Sie: „Ich möchte das sofort!“ Pubertierende unterscheiden zwischen „gleich“ und „sofort“: „Sofort“ meint: augenblicklich, „Gleich“ bedeutet: irgendwann (weil die Mutter es macht!).
  • Verstößt Ihr Kind ständig gegen die Absprachen, müssen Sie zunächst nach den Gründen suchen. Vielleicht fühlt es sich unter- oder überfordert, möglicherweise möchte Ihr Kind eine andere Aufgabe, oder es zwingt Sie in einen Machtkampf.
  • Wenn es keine Gründe gibt, die Ihr Kind von der Mithilfe abhalten, will es wahrscheinlich seine Grenzen austesten. Dann müssen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind über Konsequenzen nachdenken. Wohlgemerkt: Folgerichtige Konsequenzen motivieren eher als willkürliche Strafen!

Ein tröstlicher Schlussgedanke: Der Stress um die Mithilfe im Haushalt ist normal. Sie sollten sich eher Gedanken machen, wenn Ihr Pubertierender ständig fragt: „Was darf ich dir noch helfen, Mama?“ 

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