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Opferrolle: So helfen Sie Ihrem Teenager, sich nicht immer an allem schuld zu fühlen

Teenager fühlen sich oft schuldig an Konflikten und Problemen innerhalb der Familie, weisen jedoch gleichzeitig alle Schuld von sich. Das bringt Eltern in eine schwierige Situation. Hier erfahren Sie woran es liegen kann, dass manche Jugendliche sich häufig als Opfer fühlen, und wie Sie ihnen am besten helfen können. 

Expertenrat von 
Felicitas Römer, Paar- und Familientherapeutin

5 Tipps: So befreien Sie Ihr Kind aus der Opferrolle!

  1. Nehmen Sie die Sorgen des Jugendlichen ernst. Reden Sie ihm diese Gefühle nicht aus, etwa um sich selbst zu entlasten. Was Ihre Tochter bzw. Ihr Sohn wahrnimmt, ist für sie/ihn Realität. Diese Realität gilt es anzuerkennen – auch dann, wenn Sie anderer Ansicht sind!
  2. Prüfen Sie ehrlich und selbstkritisch, ob Sie eine Mitschuld daran haben, dass Ihr Kind sich so fühlt. Verallgemeinern Sie gelegentlich („Immer bist du …“)? sprechen Sie Ihr Kind vielleicht (unbewusst) schuldig für etwas, etwa Ihre schlechte Laune, Eheprobleme etc.

  1. Reagieren Sie auf Vorwürfe Ihres Kindes nicht mit Gegenvorwürfen oder mit Kontaktabbruch. Nehmen Sie die Vorwürfe zur Kenntnis und sagen Sie: „Ich habe gehört, was du mir vorwirfst, ich werde mir darüber Gedanken machen, ob du vielleicht Recht hast.“ Damit signalisieren Sie, dass Sie seine Vorwürfe ernst nehmen, und verschaffen Sie sich gleichzeitig ein bisschen Distanz zu den Vorwürfen – und natürlich Zeit, um darüber nachdenken zu können.
  2. Prüfen Sie, was Ihr Kind Ihnen genau vorwirft. Ist etwas dran an diesen Vorwürfen? Dann geben Sie das offen zu: „Ich glaube, das war wirklich nicht fair von mir. Es tut mir leid!“ Sagen Sie aber auch, wenn Sie sich für etwas nicht verantwortlich fühlen: „Ich bin nicht schuld daran, wenn du für deine Arbeit zu wenig lernst. Das liegt in deinem Verantwortungsbereich.“
  3. Überlegen Sie, wie Sie Ihrem Kind begegnen können, ohne ihm ein schlechtes Gewissen einzureden. Sagen Sie z.B. klar, was Sie erwarten, machen Sie keine Vorwürfe etc. Bedenken Sie aber auch: Wenn ein Kind so „gepolt“ ist, dass es sich ständig schuldig fühlt, dann kann es alles als Vorwurf interpretieren und „gegen“ sie verwenden. Lassen Sie sich nicht in ein solches „Spiel“ verwickeln, sondern bleiben Sie klar und freundlich. Gegebenenfalls hilft – wie oben beschrieben – eine Familienberatung weiter. 

 

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