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Streit und Konflikte lösen
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Konfliktlösung zwischen Kindern und Eltern: So geht's!

Kinder wissen oft sehr genau, wie sie ihre Eltern in einer Sekunde von null auf hundert bringen, denn von emotionaler Distanz ist in solchen Situationen oft nicht viel übrig. Lesen Sie in diesem Beitrag, wie Sie einen Streit mit Ihrem Kind vorbildhaft bewältigen, ohne Ihre Selbstbeherrschung zu verlieren oder Ihre elterliche Macht auszunutzen. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Diese Streitstrategien sind sinnvoll und werden von Ihrem Kind verstanden

  • Machen Sie klar, welche Grenze überschritten wurde.
  • Machen Sie deutlich, dass Sie diese Überschreitung nicht dulden. Zeigen und sagen Sie ruhig, dass Sie richtig wütend sind – auch laute Worte sind erlaubt.
  • Strafen Sie logisch und konsequent.
  • Geben Sie Ihrem Kind Raum für Entschuldigungen, und nehmen Sie diese auch an.
  • Versöhnen Sie sich, sodass der Konflikt einen Schlusspunkt erhält. Das Glücksgefühl dabei tut Ihrem Kind gut.
  • Kramen Sie alte „Vergehen“ nicht immer wieder hervor, wenn das Thema abgeschlossen ist.

Wer streiten kann, hat im Leben Vorteile

Kinder und Erwachsene brauchen die Erfahrung sich zu streiten, denn das bildet die Persönlichkeit. Tränen, Geschrei und einen Wutanfall auszuhalten machen stark, denn es bedeutet, sich mit dem eigenen und dem Gefühl des anderen auseinanderzusetzen. Das ist die Basis für eine Versöhnung, bei der Missstimmungen nicht unter den Teppich gekehrt werden. „Kinder, die keine Angst haben, jemanden zu verärgern, und die ihre Meinung auch gegen Widerstände vertreten, kommen im Leben besser klar“, rät der Kinderpsychologe Wolfgang Bergmann.

Was bedeutet das für unser Beispiel?

Falk darf sauer sein und motzen, eine gerechte Strafe muss er jedoch erhalten und akzeptieren. Falks Vater hat ebenfalls das Recht, auf seinen Sohn wütend zu sein, aber nicht zu lange. Er sollte auch seine Strafe überdenken. Sinnvoll wäre ein begrenztes Computerverbot – nicht aber ein Verbot, Freunde zu treffen und Sport zu machen. Diese Aktivitäten sollen ja eher unterstützt als verhindert werden.

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