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Hilfe, Pubertät! Was Sie erwartet und wie Sie mit Ihrem Kind richtig umgehen

Wenn Kinder plötzlich streitlustig und launisch werden, sich von ihren Eltern stärker distanzieren sowie zunehmend eigene Meinungen und Interessen entwickeln, dann meldet sich meistens die einsetzende Pubertät. Lesen Sie in diesem Beitrag, was in Ihrem Kind während des „schwierigen“ Lebensabschnitts vorgeht und wie Sie die Entwicklung Ihres Kindes unterstützend begleiten können. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

5 Tipps für den Umgang mit Pubertierenden

1. Begegnen Sie Ihrem Kind mit Respekt und lassen Sie es spüren, dass es nützlich ist

Auch wenn die Meinungen oft auseinandergehen, sollten Sie die Wünsche, Vorstellungen und Sorgen Ihres Kindes stets ernst nehmen. Nur dann können Sie erwarten, dass Ihr Kind sich ebenso ernsthaft mit Ihrer Welt und Ihren Werten auseinandersetzt und Ihre Ansichten respektiert. Heranwachsende brauchen das Gefühl, für andere wichtig und nützlich zu sein. Geben Sie Ihrem Kind ernsthafte Aufgaben und dadurch das Gefühl, für die Familie unersetzlich zu sein.

2. Seien Sie flexibel, aber auch klar!

Maßstäbe und Grenzen sind für pubertierende Kinder wichtig, auch wenn Eltern die Regeln an den jeweiligen Entwicklungsstand anpassen müssen. Teenager wollen sich messen und benötigen dazu eine Messlatte. Geben Eltern in allem nach, fühlt sich das Kind haltlos und bekommt kein Signal, was richtig und was falsch ist. Klare Regeln und echte Rituale sind auch in der Pubertät für das Zusammenleben unverzichtbar. Die Gratwanderung zwischen Loslassen und Festhalten ist für Eltern mit das Schwierigste in dieser Entwicklungsphase.

3. Auch Pubertierende brauchen Zuneigung und Lob

In einer sich ständig verändernden und zunehmend unsicheren Wahrnehmungswelt braucht Ihr Kind einen festen Halt. Diesen Halt erfahren Kinder in der Familie, durch Gespräche und nicht zuletzt auch durch körperliche Zuwendungen wie Umarmungen und Streicheleinheiten. Besonders in Momenten von Wut, Kummer, Niedergeschlagenheit, Einsamkeit oder Angst kann eine wortlose, unaufdringliche Umarmung der Eltern helfen. Aber Achtung: Der körperliche Kontakt muss stets vom Kind gewollt sein!

4. Lassen Sie Ihr Kind Abenteuer erleben

Geistig und körperlich befinden sich Pubertierende auf einem hohen Niveau. Sie strotzen vor Kraft und  verfügen über ein starkes Immunsystem. Genau die richtigen Voraussetzungen, um Grenzen auszutesten und Abenteuer zu erleben. Bieten Sie Ihrem Kind jetzt Erfahrungen an, die es an seine Grenzen bringen. Ferien mit Zelt und Rad oder auf dem Bauernhof fordert Ihr Kind jetzt mehr heraus als ein All-inclusive-Urlaub auf Mallorca. Auch die Pfadfindergruppe, eine Kanufahrt oder das Versorgen  von Pferden bzw. anderen Tieren lassen Ihr Kind mehr reifen und sich entwickeln.

5. Akzeptieren Sie die Freunde Ihres Kindes

In einer Gruppe Gleichgesinnter haben Kinder die Gelegenheit, Gemeinschaft und Gemeinsinn zu erleben. Aber sie machen auch Grenzerfahrungen, die sie in der Familie nicht ausleben können. Die Sorge vor schlechtem Umgang ist fast immer unbegründet, denn auf die schiefe Bahn geraten Kindern meistens nur, wenn sie ein liebloses, zerrüttetes oder desinteressiertes Elternhaus haben.

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So reagieren Sie auf (vor)pubertäres Verhalten

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