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Ihr Kind leidet unter Husten und Sie suchen eine sanfte Heilmethode? Hier finden Sie Tipps, wie Sie Husten mit homöopathischen Mitteln behandeln können.
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Finden Sie das richtige homöopathische Mittel für Ihr Kind

Husten bei Kindern homöopathisch behandeln

Viele Erkältungen bei Kindern gehen nicht nur mit Schnupfen, sondern auch mit Husten einher. Das passende homöopathische Mittel hilft Ihrem Kind, wenn es unter quälendem Reizhusten leidet, und fördert bei Schleim in den Bronchien das Abhusten. 

Expertenrat von 

Erkältungshusten bei Kindern

Der typische Erkältungshusten beginnt oft mit einem Brennen hinter dem Brustbein. Dann tritt ein schmerzhafter, trockener Reizhusten auf, der später in einen lockeren Husten mit Verschleimung und Auswurf übergeht. Auslöser sind zu über 90 Prozent Viren, weshalb die Gabe eines Antibiotikums bei Bronchitis nur in bestimmten Fällen sinnvoll ist. 

Wichtig! Gehen Sie bitte mit Ihrem Kind zum Arzt, wenn es jünger als zwei Jahre ist, der Husten (trotz Behandlung)

  • länger als zehn Tage anhält,
  • es zusätzlich Fieber über 38,5 °C hat,
  • eitriger oder blutiger Auswurf auftritt,
  • es beim Husten blau anläuft oder steif wird (Notarzt rufen!),
  • die Atmung erschwert ist oder
  • der Husten immer wieder auftritt, sodass Verdacht auf ein Asthma besteht.

Diagramm: Husten 

Homöopathische Mittel gegen Husten: So dosieren Sie bei Kindern richtig

Geben Sie das passende homöopathische Mittel (siehe Flussdiagramm und Übersicht) in der Potenz D12, 5 Globuli oder 1 Tablette dreimal im Abstand von 30 Minuten. Bessern sich dadurch die Beschwerden, geben Sie das homöopathische Mittel je nach Bedarf stündlich bis zweistündlich und an den folgenden Tagen dreimal täglich. Bitte gehen Sie mit Ihrem Kind zu einem Homöopathen, wenn die Behandlung nicht spätestens beim zweiten Mittel anschlägt.

Aconitum:

  • plötzlich einsetzender, trockener, kurzer Reizhusten;
  • Kind hat sich im kalten Wind erkältet;
  • Husten nachts nach Mitternacht und durch kalte Luft/Getränke schlimmer;
  • Kind ist unruhig und ängstlich, hat viel Durst;
  • trockener Mund, eventuell zusätzlich Halsschmerzen („wie zugeschnürt“).

Atropa Belladonna:

  • plötzlicher Beginn einer fieberhaften Erkältung, insbesondere durch nasskalte Witterung;
  • starker, krampfartiger, trockener, bellender Husten;
  • zusätzlich oft kratzender Hals;
  • Mund trocken, dabei kaum Durst;
  • Gesicht wird beim Husten hochrot;
  • Kind wird nachts durch den Husten geweckt.

Bryonia:

  • wichtigstes Mittel bei akuter Bronchitis, die sich aus einem Schnupfen entwickelt hat;
  • Husten verschlimmert sich langsam und kontinuierlich;
  • hart klingender Husten, der hinter dem Brustbein schmerzt, eventuell Würgen und Erbrechen;
  • Kind hält sich beim Husten wegen stechender Schmerzen die Brust;
  • hat großen Durst, jedoch Verschlechterung durch Essen und Trinken sowie beim Betreten warmer Räume;
  • Kind ist leicht reizbar.

 

Causticum Hahnemanni:

  • vor allem morgens trockener, hohl klingender Husten ohne Auswurf, rauer Hals, Heiserkeit und häufiges Räuspern, Wundheit hinter dem Brustbein;
  • kalte Getränke lindern den Hustenreiz, eventuell unwillkürlicher Harnabgang beim Husten.

Cuprum metallicum:

  • krampfhafter Husten bis hin zum Erbrechen mit Erstickungsanfällen, bei denen das Gesicht bläulich anläuft;
  • Atemnot mit Ängstlichkeit;
  • Verlangen nach und Besserung durch Trinken von kaltem Wasser;
  • Verschlechterung nachts nach 3 Uhr.

Drosera:

  • Husten beginnt mit Kitzeln in der Luftröhre, sobald sich das Kind hingelegt hat;
  • krampfhafte, tief und hohl klingende Anfälle von bellendem Reizhusten mit Würgen und Spucken nachts im Liegen, vor allem nach Mitternacht;
  • oft Heiserkeit;
  • Essen, Trinken, Sprechen oder Lachen sowie Wärme im Bett verschlimmern den Husten.

Ferrum phosphoricum:

  • geeignet für blutarme Kinder, die sich leicht erkälten;
  • trockener, abgehackter Husten, der sich langsam entwickelt;
  • Husten schlimmer frühmorgens, durch kalte Luft und nach dem Essen;
  • beim Einatmen und während des Hustens eventuell stechende Schmerzen in der Brust;
  • Kind appetitlos, lehnt Milch und Fleisch ab, bevorzugt Saures.

Hepar sulfuris:

  • rau klingender, lockerer, bellender Husten, jedoch trotzdem schmerzhaft;
  • leise Rasselgeräusche beim Atmen;
  • Kind schwitzt während der Hustenattacken;
  • generell häufig erkältet;
  • Verschlimmerung des Hustens durch kalte Luft/Zugluft oder kalte Speisen und Getränke;
  • Besserung durch warme Getränke;
  • Kind ist gereizt und fröstelt, will zugedeckt sein.

Hyoscyamus niger:

  • Reizhusten vor allem abends, oft gleich nach dem Hinlegen;
  • kann schlecht einschlafen, weil sich der Schleim nicht löst;
  • Kind ist allgemein nervös und hat Schwierigkeiten beim Einschlafen.

Cephaelis Ipecacuanha:

  • Atemlosigkeit, Kind läuft bei den abgehackten, krampfartigen Hustenanfällen blau an, ist danach erschöpft;
  • lockerer Husten mit viel Schleim rasselt in den Bronchien;
  • Husten mit Würgen und Übelkeit führt oft zum Erbrechen;
  • Zunge trotz Erbrechen nicht belegt;
  • Kind ist sehr quengelig und übellaunig.

Kalium bichromicum:

  • häufiger Husten mit fadenziehendem, gelbem, klebrigem Auswurf;
  • Kind fühlt sich nach dem Abhusten etwas erleichtert, auch Wärme und Liegen im Bett bessern;
  • Verschlimmerung durch kaltes Wetter, nach dem Essen/Trinken und gegen 3 Uhr morgens;
  • oft Heiserkeit, Kitzeln im Hals wie von einem Haar.

Phosphorus:

  • trockener, reißender Reizhusten, der aus der Luftröhre kommt, Heiserkeit;
  • Kind hat Durst auf eiskalte Getränke, die es jedoch eventuell wieder erbricht, nachdem sie sich im Magen erwärmt haben;
  • Verschlechterung durch Sprechen, Wechsel vom warmen Zimmer ins Kalte und im Liegen (besonders beim Liegen auf der linken Seite);
  • wunder, brennender Schmerz im Hals und in der Brust.

Pulsatilla pratensis:

  • morgens viel gelblicher bis gelbgrüner Auswurf, ansonsten trockener Husten, hustet abends im Bett mehr als tagsüber;
  • Besserung durch Aufsetzen;
  • kaum Durst, möchte frische Luft haben;
  • weinerliches, anhängliches Kind, dem man nichts recht machen kann.

Rumex crispus:

  • anfallsweise auftretender hohler, trockener Husten mit Kitzeln im Hals oder hinter dem Brustbein;
  • Verschlechterung durch Lachen und Sprechen sowie spätabends im Bett;
  • Hustenreiz verschlimmert sich durch Einatmen kalter Luft, Kind hält sich daher oft die Hand oder die Decke vor Mund und Nase oder zieht seinen Schlafanzug/ Pulli hoch;
  • Besserung im Warmen und wenn der Hals eingehüllt ist.

Euspongia Officinalis:

  • bellender Husten mit Heiserkeit, überwiegend vor Mitternacht;
  • Besserung durch warme Speisen und Getränke sowie Aufsetzen;
  • Verschlechterung durch kalte Luft, flaches Liegen, Sprechen und in warmen Räumen;
  • beim Aufwachen ringt das Kind nach Luft und bekommt Panik.

Lobaria pulmonaria:

  • Erkältung beginnt mit Fließschnupfen, greift dann auf die Bronchien über;
  • Kind fühlt sich „grippig“ und zerschlagen;
  • nachts trockener, abgehackter Husten, der sich beim Einatmen noch verschlimmert;
  • Schmerzen vom Brustbein bis zur Wirbelsäule;
  • morgens eventuell lockerer Husten mit Schleim.

Kalium Stibyltartaricum:

  • zäher,weißer Schleim, der hörbar in den Bronchien rasselt;
  • Kind ist zu schwach zum Abhusten, hat Angst zu ersticken und muss sich aufsetzen;
  • Kind ist blass mit bläulichen Lippen, es fröstelt, will jedoch ein kühles Zimmer und frische Luft;
  • will in Ruhe gelassen werden und lässt sich nicht anfassen;
  • Zunge dick weiß belegt.
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