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Nervöse Tics bei Teenagern: So gehen Sie damit um

Das Kinder im Grundschulalter ab und an Tics entwickeln, welche sich aber mit der Pubertät eigentlich wieder auswachsen, ist bekannt. Doch was, wenn der Teenager plötzlich einen oder mehrere Tics entwickelt? Welche Tics es gibt und wie Sie damit umgehen können, lesen Sie hier. 

Expertenrat von 
Felicitas Römer, Paar- und Familientherapeutin

Tics in der Pubertät: Muss mein Kind zum Arzt?

Wenn Sie bei Ihrem Teenager einen Tic vermuten, müssen Sie nicht unbedingt sofort zum Arzt gehen: Tics kommen im Kinder- und Jugendalter häufig vor und heilen sehr oft nach ein paar Wochen oder Monaten von allein wieder aus. Deshalb sind sie auch selten behandlungsbedürftig. Sollten Sie aber sehr beunruhigt sein, der Tic im Alltag sehr stören oder der Leidensdruck Ihres Kindes hoch sein, sollten Sie einen Kinder- und Jugendarzt konsultieren.

Tics in der Pubertät: Wann Sie mit Ihrem Kind zum Arzt gehen sollten

Ob das betroffene Kind unter Leidensdruck gerät, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

  • Von der Art des Tics: Lässt sich der Tic gut in natürliche Bewegungsabläufe integrieren, also im Alltag gut „vertuschen“, verringert sich der Leidensdruck.
  • Von den Häufigkeit des Tics: Je seltener der Tic auftritt, desto geringer ist der Leidensdruck.
  • Von der Komplexität des Tics: Je komplexer und daher auffälliger und störender der Tic ist, desto stärker wird der Leidensdruck.
  • Von der Reaktion der Umwelt: Je entspannter Verwandte und Freunde mit dem Tic umgehen können, je entspannter also das Familienleben, desto weniger gerät das Kind unter Druck. 

Was kann der Arzt bei Tics in der Pubertät tun?

Der Arzt prüft dann, ob es sich um eine primäre oder um eine sekundäre Ticstörung handelt. Bei einer primären Ticstörung lassen sich keine Ursachen für den Tic finden, während bei der sekundären Ticstörung eine andere Krankheit für den Tic verantwortlich ist. Selten treten Ticstörungen z.B. als Folgeerscheinung von Tumoren, Epilepsie oder Vergiftungen auf. Diese Grunderkrankungen müssten dann behandelt werden. Bei einer primären Ticstörung werden in der Regel keine Medikamente verordnet, da diese starke Nebenwirkungen haben. Stattdessen kommen sanftere Methoden wie Verhaltenstherapie oder Entspannungsverfahren zum Einsatz.

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Kommentare zu "Nervöse Tics bei Teenagern: So gehen Sie damit um"
  • gilda schreibt am 30.12.2015

    Meine Tochter ist 15 Jahre akt und hat seit ca. 3 Monaten motorische tics z.b.Bauchrausstrecken , Kopfnicken und neu vokaler tic,sehr lautes sprechen und ständig lautes"ha, ha!
    Im Jannuar fängt seie eine Therapie an.Es ist sehr schwer auszuhalten für alleFamilienangehörigen nix dazu zu sagen , auch weil es sehr laut ist!
    Wir hoffen nun das schnell wieder vergeht und sich normalisiert.Gott sei Dank hat sie einen guten Freundeskreis und gute Lehrer!
    Ich wünschte aber es würde mehr Sekbsthilfegruppen geben direkt neben der Therapien
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